Leverkusen will mit Augenmaß investieren

Völler: "Havertz kannst du nicht 1:1 ersetzen"

Völler muss Havertz ersetzen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Völler muss Havertz ersetzen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Bayer Leverkusen trifft am heutigen Sonntag im DFB-Pokal auf Eintracht Norderstedt. Es ist Spiel eins für die Werkself nach dem Abschied von Kai Havertz zum FC Chelsea. Rudi Völler weiß, dass auch eine hohe Ablöse für den Nationalspieler den Verlust kaum aufwiegen kann.

"Kai kannst du nicht 1:1 ersetzen. Wir werden versuchen, den Abgang über die Mannschaft zu kompensieren", so der Geschäftsführer gegenüber Bild am Sonntag. Zu den gefragten Akteuren gehören dabei unter anderem die letztjährigen Neuzugänge Nadiem Amiri und Kerem Demirbay, denen Völler noch einiges Potenzial nach oben attestiert. Patrik Schick wiederum kam erst Anfang der Woche, gilt gleichermaßen als Teil der Ersatz-Lösung für Havertz wie für Kevin Volland.

"Gibt keine Verrücktheiten"

Für den Tschechen griffen die Rheinländer tief in die Tasche, es steht durchaus zu erwarten, dass er mit 26,5 Millionen Euro Ablöse der teuerste Neuzugang bleibt. "Wir wirtschaften mit Augenmaß. Bei Bayer Leverkusen gibt es keine Verrücktheiten, die gab es hier noch nie", sagt Völler. Gleichwohl kündigt er an, dass "wir schon noch etwas machen müssen, um das Niveau zu halten oder besser zu werden". In das gleiche Horn blies Trainer Peter Bosz vor dem Pokalspiel.

"Wieder in die Champions League"

"Da müssen noch andere Spieler kommen, daran arbeiten wir", zitiert kicker.de den Niederländer. Immerhin geht Bayer04 auch ohne Havertz mit großen Ambitionen in die neue Saison. Das erneute Verpassen der Champions League wäre durchaus als Enttäuschung zu werten, wie Völler andeutet. "Die Bayern sind das Nonplusultra, danach kommt Dortmund. Dahinter sehen wir uns mit drei, vier anderen Teams. Wir wollen wieder in die Champions League." Im Saison-Endspurt hatte sich die Werkself von Borussia Mönchengladbach abfangen lassen.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
13.09.2020