1. FC Köln

Vizepräsident Sauren: "Wir wollen keine Anteile verkaufen"

Laut Vizepräsident Eckhard Sauren will der 1. FC Köln keine Anteile verkaufen. Foto: Imago.
Laut Vizepräsident Eckhard Sauren will der 1. FC Köln keine Anteile verkaufen. Foto: Imago.

Am Sonntag veranstaltet der 1. FC Köln eine Informationsveranstaltung bezüglich Investoren im Fußball. Laut Vizepräsident Eckhard Sauren streben die Vereinsverantwortlichen einen intensiven Austausch mit den Mitgliedern an, um über langfristige Strategien zu diskutieren.

Die Corona-Pandemie stellt den 1. FC Köln vor große Herausforderungen. Aufgrund dessen bemühen sich die Klubverantwortlichen um einen Diskurs mit den Mitgliedern, um langfristige wirtschaftliche Strategien zu erörtern. Im Blickpunkt der Informationsveranstaltung am Sonntag steht das Thema Investoren im Fußball. Wie Vizepräsident Eckhard Sauren gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger erklärte, steht für die Geißböcke bereits jetzt fest: "Wir wollen keine Anteile verkaufen. Wir denken langfristig und wirtschaftlich."

"Wir haben bereits eine langfristige Strategie entwickelt"

"Das kritischste Modell ist aus meiner Sicht, von einem Finanzinvestor Geld aufzunehmen und in Spieler zu investieren. Das kommt für uns nicht in Frage", betonte Sauren und ergänzte: "Dass sich die Diskussion um Investoren im Laufe der Krise intensiviert hat, ist klar und logisch, weil man mit Investoren das Eigenkapital stärken kann, und das ist gerade bei vielen Fußballklubs das Thema. Aber auch da gilt, dass man sehr genau abwägen muss, ob man kurzfristig Löcher stopfen oder langfristig eine Strategie entwickeln will. Wir haben mit unserem FC-Matchplan bereits eine langfristige Strategie entwickelt, wir werden uns im operativen Bereich aus eigener Kraft deutlich verbessern."

"Wir wollen gemeinsam einen Weg finden"

Ohne den Konsens mit den Vereinsmitgliedern soll aber keine endgültige Entscheidung getroffen werden, betonte Sauren: "Wir sind angetreten mit dem klaren Bekenntnis, ein Mitglieder-geführter Verein bleiben zu wollen. Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen Weg finden, der für den FC langfristig der Beste ist." Der Klub wolle "unsere Mitglieder möglichst gut informieren, um in der Diskussion in die Tiefe gehen und der Vielfalt und Komplexität des Themas gerecht werden zu können", erläuterte Sauren, der sich über das Interesse der Mitglieder erfreut: "Mich hat überrascht, wie viele schon extrem tief in die Materie vorgedrungen sind. Ich halte das für eine Besonderheit beim 1. FC Köln: Die Mitglieder beschäftigen sich intensiv mit Themen jenseits des Sportlichen, das beeindruckt mich." 

Florian Bajus  
04.09.2021