Strauchelnde Traditionsklubs

VfB und Schalke: Hildebrand sieht "deutliche Parallelen"

Stuttgart empfängt Samstag den FC Schalke 04. Foto: Getty Images
Stuttgart empfängt Samstag den FC Schalke 04. Foto: Getty Images

Nach vier Spieltagen der neuen Bundesliga-Saison warten fünf Mannschaften noch auf den ersten Sieg. Dazu zählen mit dem VfB Stuttgart und FC Schalke 04 auch zwei Teams, die sich am Samstag im direkten Duell gegenüberstehen. Timo Hildebrand hat für beide Vereine gespielt und die Entwicklung der vergangenen Jahre verfolgt.

Der VfB ist 2016 und '19 abgestiegen und jeweils direkt wieder hochgegangen, in der Vorsaison gelang die Rettung vor der Relegation in letzter Minute. Für Schalke ging es 2021 in die 2. Liga, aus der immerhin der sofortige Wiederaufstieg gelang. Vom Glanz alter Tage sind beide Traditionsklubs weit entfernt. Die Gründe ähneln sich bei den Schwaben und dem Revierklub, wenn es nach Hildebrand geht. "Es gibt schon deutliche Parallelen. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre gab es bei Schalke und Stuttgart einfach keine Kontinuität mit Blick auf die handelnden Personen", so der frühere Nationaltorwart gegenüber der WAZ.

Freiburg zeigt, wie es gehen kann

"Im Vergleich dazu muss man sich nur mal den SC Freiburg anschauen. Dort ist mit Christian Streich seit Jahren derselbe Trainer. Zudem arbeitet im Hintergrund ein Team, das eng zusammenhält." So haben es die Breisgauer geschafft, aus eigentlich schlechteren Startbedingungen als deutlich kleinerer Verein dem VfB Stuttgart und FC Schalke 04 deutlich zu enteilen. Die beiden Traditionsklubs müssen dagegen ankämpfen, in den Fahrstuhl zwischen der Bundesliga und 2. Liga zu steigen.

"VfB immer noch mein Herzensverein"

Die Sympathien sind bei Hildebrand dabei durchaus klar in Richtung Stuttgart vergeben. "Natürlich ist der VfB immer noch mein Herzensverein. Denn hier habe ich schließlich die längste und erfolgreichste Zeit meiner Karriere verbracht. Der Kontakt zum FC Schalke ist hingegen in den letzten Jahren immer weniger geworden", so der 43-Jährige. Für Samstag erwartet er "ein Spiel, das zunächst sehr verhalten beginnen wird", weil beide Teams nicht mit großem Selbstvertrauen am Start sein dürften.

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Lars Pollmann  
31.08.2022