VfB Stuttgart

Dauerlösung? Ex-VfB-Profi zweifelt an Wimmer

Michael Wimmer saß bis zuletzt auf der Trainerbank des VfB Stuttgart. Foto: Getty Images.
Michael Wimmer saß bis zuletzt auf der Trainerbank des VfB Stuttgart. Foto: Getty Images.

Vorstandschef Alexander Wehrle sprach Michael Wimmer nach dem 15. Bundesliga-Spieltag ein Lob aus, doch Ex-Spieler Hansi Müller (1975-1982) ist nicht davon überzeugt, dass der Interimstrainer die richtige Wahl für den VfB Stuttgart ist. 

Nach der Trennung von Pellegrino Matarazzo übernahm Michael Wimmer interimsweise den Trainerposten beim VfB Stuttgart. Die Bilanz des 42-Jährigen, der ungeachtet seiner Tätigkeit beim VfB mittelfristig einen Cheftrainerposten anstrebt, fällt gemischt aus: So gewannen die Schwaben alle vier Heimspiele, während die drei Auswärtspartien unter seiner Leitung allesamt verloren wurden.

Hansi Müller zweifelt an Wimmer

Ex-Profi Hansi Müller ist nur bedingt von Wimmers Qualitäten überzeugt. "Ich weiß nicht, ob Michael Wimmer es schafft, die Mannschaft über die ganze Saison zu führen. Er hat alle Kräfte gebündelt und zum Teil einen guten Job gemacht. Aber nur zuhause, auswärts nicht", sagte der 65-Jährige gegenüber Sport1. Darüber hinaus ist Müller der Ansicht, dass Wimmer nur eine Zukunft beim VfB hätte, wenn Sven Mislintat Sportdirektor bliebe. "Wenn sich der VfB von Mislintat trennen wird", prognostizierte der Europameister von 1980, "wird es auch auf eine neue Trainerverpflichtung hinauslaufen."

"Wünsche mir, dass es mit dem VfB wieder bergauf geht"

Unabhängig davon, welche Entscheidungen die Stuttgarter Führungsetage treffen wird, hofft Müller, dass der Verein zurück in ruhige Gewässer findet: "Ich wünsche mir, dass es mit dem VfB wieder bergauf geht. Seit vier, fünf Jahren geht es rauf und runter und das kann es nicht sein." Bis zum Rückrundenstart Ende Januar herrscht jedoch Ungewissheit darüber, ob ihm dieser Wunsch erfüllt wird.

Florian Bajus  
19.11.2022