Transfermarkt-Werte

VfB einsame Spitze: Die Marktwert-Veränderungen im Jahr 2021

Die VfB-Mannschaft ist heute deutlich mehr wert als Anfang 2021. Foto: Getty Images
Die VfB-Mannschaft ist heute deutlich mehr wert als Anfang 2021. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart erlebt die von allen Verantwortlichen immer wieder angedeutete schwere zweite Saison nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Mit 18 Punkten und Tabellenplatz 15 befinden sich die Schwaben tief im Abstiegskampf. Das Potenzial vieler Einzelspieler beim VfB bleibt aber unbestritten riesig. 

Unter Federführung von Sportdirektor Sven Mislintat hat der Verein mit dem Brustring auf dem Trikot eine Ansammlung von Top-Talenten angeschafft, deren weiterer Karriereverlauf sie in vielen Fällen zu größeren Klubs führen dürfte. Wie hoch Beobachter das Potenzial der Kicker des VfB einschätzen, lässt sich unter anderem anhand der Marktwerte beim Portal Transfermarkt ablesen. Über deren Sinn und Unsinn lässt sich trefflich argumentieren, unstrittig ist aber, dass sie eine Aussage über das Standing von Spielern und Mannschaften im internationalen Vergleich machen.

Weltweit nur fünf Klubs mit größerem Zuwachs

Für das abgelaufene Kalenderjahr 2021 hat das Portal beim VfB Stuttgart eine Wertsteigerung um eklatante 82,8 Millionen Euro verzeichnet. Unter allen Klubs auf der Welt liegen die Schwaben damit auf Rang sechs, lediglich der FC Brentford, Manchester United, Sporting aus Lissabon, Aston Villa und Ajax aus Amsterdam haben demnach 2021 kräftiger zugelegt. Prozentual liegt der Zuwachs beim VfB bei satten 80,1 Prozent. Umso bemerkenswerter ist dies angesichts der Abgänge hoch bewerteter Spieler wie Nicolas Gonzalez (zur AC Florenz) und Gregor Kobel (zu Borussia Dortmund).

VfB-Talente legen zu

Es liegt in erster Linie daran, dass das Portal die Marktwerte vieler hoffnungsvoller VfB-Profis im Jahr 2021 kräftig angehoben hat. Sasa Kalajdzic, Silas Katompa Mvumpa, Orel Mangala oder Borna Sosa etwa haben sich stark in den Fokus gespielt. Unter den ständigen Bundesligisten des Jahrs 2021 konnte so kein Klub auch nur ansatzweise mit Stuttgart mithalten. Prozentual größere Marktwertsteigerungen gab es lediglich bei den Aufsteigern VfL Bochum und SpVgg Greuther Fürth, was mit dem Aufstieg an sich und den Neuzugängen infolgedessen zusammenhängt.

Bayern, BVB und vor allem Hertha verlieren

Gleich acht Bundesligisten haben indes in den vergangenen zwölf Monaten an Marktwert eingebüßt. Dazu zählen auch die Top-Teams des FC Bayern und von Borussia Dortmund. Beim Rekordmeister hängt dies unter anderem mit den Abgängen von David Alaba und Jerome Boateng zusammen, außerdem sind bei den Münchnern viele Spieler vergleichsweise hohen Alters beisammen, was sich negativ auf den Marktwert auswirkt. Beim BVB macht sich der Effekt des Abgangs von Jadon Sancho bemerkbar, zudem wurden auch beim DFB-Pokalsieger gerade ältere Spieler nach und nach abgewertet. So steht am Ende ein Minus, obwohl mehrere Top-Talente individuellen Zuwachs erlebt haben. Den größten Verlust an Marktwert hat derweil aber Hertha BSC verzeichnet, wo Abwertungen und Transfers eine Reduktion von mehr als 50 Prozent bewirkt haben.

Marktwert-Veränderungen der Bundesligisten seit 01.01.2021

16. Hertha BSC, - 57,9 Prozent

15. 1.FC Köln, - 24 Prozent

14. Borussia Mönchengladbach, - 21,3 Prozent

13. TSG Hoffenheim, - 14 Prozent

12. RB Leipzig, - 13,5 Prozent

11. FC Bayern, - 8,9 Prozent

10. Borussia Dortmund, - 5,7 Prozent

9. FC Augsburg, - 4,3 Prozent

8. Eintracht Frankfurt, + 6,3 Prozent

7. Bayer Leverkusen, + 18,8 Prozent

6. Arminia Bielefeld, + 21,9 Prozent

5. VfL Wolfsburg, + 22 Prozent

4. Union Berlin, + 24,4 Prozent

3. SC Freiburg, + 31,4 Prozent

2. FSV Mainz 05, + 34,8 Prozent

1. VfB Stuttgart, + 80,1 Prozent

(Aufsteiger: VfL Bochum, + 135,1 Prozent, SpVgg Greuther Fürth, + 177,2 Prozent; Angaben via Transfermarkt mit Stand 12. Januar 2022, 09:00 Uhr)

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Lars Pollmann  
12.01.2022