"Sehe keinen Grund"

Verzichtet Gladbach doch auf einen Verkauf von Manu Kone?

Manu Kone könnte doch in Gladbach bleiben. Foto: Getty Images.
Manu Kone könnte doch in Gladbach bleiben. Foto: Getty Images.

Nach dem Ende der abgelaufenen Saison galt Manu Kone als heißester Verkaufskandidat von Borussia Mönchengladbach, um ausreichend finanziellen Spielraum für den Umbruch zu schaffen. Laut Geschäftsführer Stephan Schippers könnte der Franzose allerdings am Niederrhein bleiben.

Bei Borussia Mönchengladbach herrscht Zufriedenheit über den aktuellen Zustand des Kaders, wie der neue Sportdirektor Nils Schmadtke jüngst betont hat (fussball.news berichtete). Zwar verlor der Bundesligist mit Marcus Thuram, Ramy Bensebaini, Lars Stindl und dem überraschend zu Bayer Leverkusen gewechselten Jonas Hofmann viel Qualität, doch für die Außenbahnen wurden Franck Honorat und Robin Hack verpflichtet, in der Sturmspitze stehen Tomas Cvancara und Grant-Leon Ranos zur Verfügung, die Defensive wurde mit den Youngsters Lukas Ullrich und Fabio Chiarodia verstärkt und die feste Verpflichtung von Julian Weigl gelang frühzeitig.

Gelingt es Borussia, Kone zu halten?

Da Ko Itakura und Alassane Plea laut Aussage von Sportchef Roland Virkus ein Bekenntnis zu den Fohlen abgelegt haben sollen, stehen lediglich hinter Nico Elvedi, Florian Neuhaus und Manu Kone Fragezeichen. Letztgenannter war bislang mit einem Transfer im mittleren zweistelligen Millionenbereich in Verbindung gebracht worden und gilt als wertvollster Borusse auf dem Markt. Womöglich aber wird er die kommende Saison im Borussia-Park verbringen. "Wir haben einen blitzsauberen Vertrag mit ihm bis 2026, der uns alle Möglichkeiten gibt", wird Geschäftsführer Stephan Schippers von 11Freunde zitiert, "und ich sehe keinen Grund, warum wir den Spieler jetzt abgeben sollten."

Ein Verbleib wäre ein Gewinn

Ein Verbleib von Kone wäre ein Gewinn für Trainer Gerardo Seoane, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Fohlen in ihrer Entwicklung auf die nächste Stufe zu heben. Es wäre allerdings auch eine kleine Wette auf die Zukunft: Spielt der Franzose eine erfolgreiche Saison 2023/24, wäre womöglich eine höhere Ablösesumme drin als in diesem Jahr. Sollte seine Entwicklung stagnieren, könnte sich ein Verkauf erschweren. Vor einem ablösefreien Transfer müsste sich Borussia allerdings frühestens in zwei Jahren fürchten - insofern wäre es verschmerzbar, Kone zu halten und den Umbruch an anderer Stelle fortzuführen.

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Florian Bajus  
21.07.2023