Verpatzter Auftakt

"Verwundert" über Werder-Auftritt: Kohfeldt-Worte als Alarmsignal

Florian Kohfeldt musste gleich wieder einen Rückschlag einstecken.
Florian Kohfeldt musste gleich wieder einen Rückschlag einstecken. Foto: Getty Images

Werder Bremen hat sich nach einer Saison voller Enttäuschungen so viel vorgenommen. Gegen Hertha BSC misslang der Auftakt (1:4) völlig. Trainer Florian Kohfeldts Worte sorgen für Alarmstimmung an der Weser.

Werder Bremen wollte gegen Hertha BSC ein Ausrufezeichen setzen und laut Florian Kohfeldt zurück zum "zielgerichteten, dominanten Ballbesitzfußball, für den wir zwei Jahre lang standen". Statt dem Buch ein "neues Kapitel" hinzuzufügen, erlebten die Hanseaten einen empfindlichen Rückschlag.

Deutlicher Hertha-Sieg

Hertha gewann nicht nur deutlich, sondern auch hochverdient mit 4:1. Vor dem Duell beim FC Schalke 04 stehen die Bremer schon wieder mit dem Rücken zur Wand. Alarmierend sind die Worte von Kohfeldt, der überrascht wurde von dem Auftreten seines Teams. Er sei "verwundert, in der Vorbereitung gab es keine Anzeichen".

Kann Kohfeldt entgegenwirken?

Kann der Coach noch einmal erfolgreich entgegenwirken? Die schwere Zeit bei Werder geht weiter, die Nerven liegen teilweise schon frühzeitig blank. Der Erfolg in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim (0:0/2:2) hat nicht zur erhofften Aufbruchstimmung geführt, die Probleme der Passivität und fehlenden Galligkeit sind weiterhin vorhanden. So droht den Bremern erneut eine Spielzeit in der Kellerregion der Bundesliga.

Christopher Michel  
21.09.2020