Eintracht-Spielmacher

Verwirrung um Younes: Berater widerspricht Zoff-Gerüchten

Amin Younes sorgt bei der Eintracht für mächtig Gesprächsstoff. Foto: Imago

Schon Ende Mai tauchten Gerüchte auf, dass Amin Younes von Eintracht Frankfurt einen Wechsel nach Dubai forcieren will. Zwei Monate später brodelt die Gerüchteküche erneut. Diesmal soll es sogar Zoff mit der Eintracht geben. Younes' Berater weiß davon allerdings nichts.

Die Bild-Zeitung ließ aufwarten mit der Meldung, dass Amin Younes bei den Klub-Bossen von Eintracht Frankfurt seinen Wechselwunsch hinterlegt haben soll, weil seine Gehaltsforderungen nicht erfüllt werden. Ein Transfer nach Dubai stünde erneut im Raum. Der 27-Jährige wechselte im Sommer 2020 vom SSC Neapel an den Main, für zwei Jahre per Leihe. Dafür verzichtete der Nationalspieler auf Teile seines Gehalts. Das soll nun Streitpunkt geworden sein, als es um die Aushandlung des neuen Vertrages geht, der in Kraft treten würde, sobald die Hessen die Kaufoption (rund drei Millionen Euro) für Younes ziehen.

Widersprüche in der Berichterstattung

Allerdings betonte Finanzvorstand Oliver Frankenbach zum Ende der vergangenen Saison bereits, dass die Option für den dribbelstarken Offensivspieler erst 2022 gezogen wird und ein früheres Ziehen keinen Sinn macht. Younes-Berater Marijo Knez ruderte bereits zurück, ließ gegenüber mehreren Medien (auch Sport1 berichtete) wissen, dass die Eintracht weiterhin Ansprechpartner Nummer eins ist und man sich in konstruktiven Gesprächen befinde. Kurios, weil sich die Bild-Zeitung in ihrem Bericht auf Beraterkreise beruft. 

Lindström als Konkurrent?

Ein hinterlegter Wechselwunsch der Mittelfeldspielers passt ohnehin nur schwer in das Bild, das Younes in der Öffentlichkeit abgibt. Der Offensivspieler lässt kaum eine Möglichkeit aus, um die Verbindung zum Klub und seine Identifikation zum Ausdruck zu bringen. Dem Bericht nach sei auch die Verpflichtung des 21-jährigen Jesper Lindström (Bröndby Kopenhagen) ein Grund für Younes' Wechselwunsch, dabei zeigte sich der ehemalige Gladbacher in seiner Zeit bei der Eintracht immer interessiert daran, Talente tatkräftig zu unterstützen. 

Wechsel in diesem Sommer ohnehin unwahrscheinlich

Ein Wechsel würde ohnehin derzeit nur bedingt Sinn machen. Das Leihgeschäft der Eintracht mit dem SSC Neapel läuft noch bis 2022. Für einen Wechsel in diesem Sommer müssten Younes, Neapel und Frankfurt den Leihvertrag auflösen. Da die Eintracht den Spieler für eine Ablösesumme unter Marktwert verpflichten kann, wird der Klub diesem Szenario wohl kaum zustimmen. Da auch der Spielerberater nun öffentlich dementiert hat, bleibt allerdings die Frage, woher das Störfeuer in einer bislang völlig unkomplizierten Transferphase der Eintracht kommt. Dass Younes ab 2022 bei der Eintracht zum Bestverdiener aufsteigen möchte, wäre nach einer weiteren starken Saison legitim und würde auch beim Klub auf Verständnis stoßen. 

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Benjamin Heinrich  
21.07.2021