BVB-Torjäger

Vermittler erinnert: So lief Juventus' Werben um Haaland

Haaland machte den Zwischenschritt bei RB Salzburg. Foto: Getty Images
Haaland machte den Zwischenschritt bei RB Salzburg. Foto: Getty Images

Der Name Erling Haaland bringt die Gerüchteküche des Weltfußballs immer wieder zum Brodeln. Der Torjäger von Borussia Dortmund steht bei allen Klubs von Rang und Namen auf diversen Listen. Einen Wechsel zu Juventus kann man wohl aus finanziellen Gründen ausschließen. Dabei waren die Italiener einst so nah dran.

"Wir hatten die Möglichkeit, ihn für zwei Millionen Euro von Molde zu holen", blickte zuletzt der ehemalige Juve-Boss Giuseppe Marotta zurück (fussball.news berichtete). Als Vermittler zwischen der Alten Dame und dem norwegischen Klub agierte seinerzeit der italienische Berater Vincenzo Morabito. Gegenüber Tuttosport erinnert er die Verhandlungen, die laut seiner Aussage eigentlich so verheißungsvoll liefen. "Es hat alles am 03. November 2017 angefangen", so Morabito, der an diesem Tag von Federico Cherubini, dem damaligen Akademiechef von Juventus, beauftragt worden sei, mit Molde ins Gespräch zu treten.

"Sein Talent als erster Top-Verein gerochen"

Der heutige Sportkoordinator der Bianconeri habe sich Haaland mehrfach selbst angeschaut und sei völlig von einer Verpflichtung überzeugt gewesen. Juventus fuhr dann schwere Geschütze auf, lud den Jungstar und seinen Vater für mehrere Tage ein. Die Familie Haaland sei etwa von den Trainingsmöglichkeiten bei Juventus schwer beeindruckt gewesen und habe deshalb ihr Okay für konkrete Verhandlungen zwischen den Klubs gegeben. "Molde wusste genau, dass Juventus das Talent von Haaland als erster Top-Verein gerochen hatte, deshalb haben sie eine wahnsinnige Forderung für einen 17-Jährigen gestellt", so Morabito: "10 Millionen Euro!"

"Das war kein Fehler"

Weil die Haaland-Seite aber gerne zu Juventus gekommen wäre, habe sich Molde auf ein anderes Modell eingelassen. "Es wären 2,5 Millionen Euro Ablöse gewesen und 50 Prozent bei einem zukünftigen Weiterverkauf." Eine Woche später sei der Deal aber geplatzt, weil Juve die Konditionen für einen Nachwuchsspieler nicht akzeptieren konnte. Dabei spielte wohl vor allem die hohe Transferbeteiligung für Molde eine wichtige Rolle. "Das war kein Fehler, ich würde es eher schade nennen. Es passiert oft im Fußball", so Morabito. "Juventus hat wirklich alles versucht." Das Leid der Alten Dame wurde zur großen Freude von Borussia Dortmund, Haaland legte einen Zwischenschritt bei RB Salzburg ein. 

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Lars Pollmann  
14.11.2021