Gerüchte um Vertragsauflösung

Verlässt Bobic die Eintracht? Das ist dran

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic am Sky-Mikrofon. Foto: Imago

Droht Eintracht Frankfurt der Abgang von Sportvorstand Fredi Bobic? Am Montag kam das Gerücht auf, dass der 49-Jährige um die Auflösung seines Vertrags gebeten haben soll. Ein mögliches Ziel wäre Ex-Klub Hertha BSC.

Der Bezahlsender Sky berichtete exklusiv, dass Sportvorstand Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt um die Auflösung seines bis 2023 laufenden Kontrakts gebeten hat. Nach fussball.news-Informationen laufen die Gespräche zwischen Klub und Bobic um dessen Zukunft aber noch. Eine Entscheidung ist dabei noch nicht gefallen. Der Verein will den ehemaligen Nationalstürmer nach wie vor gerne halten, kämpft vehement um einen Verbleib. Ein vorzeitiger Abgang ist eines der Szenarien, die diskutiert werden, die Erfüllung des Vertrages samt Gehaltserhöhung ist ebenso eines. Einigkeit mit der Eintracht müsste bei einem Abgang in jedem Fall erzielt werden.

Forcierte Meldung aus Berlin?

Im Frankfurter Umfeld ist man wenig verwundert darüber, dass die Exklusivmeldung beim TV-Sender Sky gesendet wurde. Hertha BSC, der potentielle neue Bobic-Klub, pflegt beste Verbindungen zum Münchener Sender. Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Berlinern, arbeitete zuvor in gleicher Position bei Sky, auch Aufsichtsratsmitglied und Ex-Keeper Jens Lehmann arbeitete bereits als Experte beim Sender. Die Berliner stecken in der Bundesliga derzeit tief im Abstiegskampf, die großen Erwartungen beim "Big City Club" wurden jäh gedämpft. Positive Schlagzeilen wie die Verpflichtung eines Hoffnungsträgers, wie es Fredi Bobic zweifelsohne wäre, täten dem Verein aus der Hauptstadt gut. 

Eintracht bleibt entspannt

In der Vergangenheit stand Bobic schon bei diversen Klubs hoch im Kurs. Der VfL Wolfsburg, RB Leipzig, aber auch der AC Mailand hatten zwischenzeitlich ihr Interesse angemeldet. Bobic, ein Projektarbeiter, hört sich Angebote grundsätzlich an. Bislang fiel die Entscheidung immer pro Eintracht aus. Dass die Thematik mit Hertha BSC derzeit so viel Raum in den Medien einnimmt, mehr als bei jedem interessierten Verein zuvor, und so viele Details durchsickern, irritiert das Eintracht-Umfeld. Obwohl man im Verein mit der Personalie Bobic und auch einem möglichen Abgang durchaus entspannt umgeht, nimmt man die Störfeuer aus Berlin nicht gerade mit Wohlwollen zur Kenntnis. Auch Bobic dürfte darüber nicht erfreut sein. Gerade deshalb wird sich der Frankfurter Sportvorstand die Entscheidung über seine Zukunft, die im Interesse der Eintracht allerdings zeitnah kommuniziert werden sollte, gut überlegen.  

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Benjamin Heinrich  
01.03.2021

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