Sportdirektor

Verhindert Hütter jetzt Hübners Eintracht-Aus?

Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner (l.) und Trainer Adi Hütter nach der 0:5-Niederlage in München. Foto: Imago

Die Zukunft von Bruno Hübner als Sportdirektor von Eintracht Frankfurt ist weiterhin ungewiss. Der Vertrag des 59-Jährigen läuft zum Saisonende aus. Trainer Adi Hütter könnte aber das Zünglein an der Waage sein.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Bild-Zeitung hatte zuerst davon berichtet, dass Eintracht Frankfurt den 2021 auslaufenden Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner nicht verlängern will. Der Klub dementiert prompt und verwies darauf, dass noch gar keine Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geführt wurden. Hübner selbst bestätigte das gegenüber Sport1 und sagte völlig nüchtern: "Wir haben es bei der Eintracht immer so gehalten, dass wir Gespräche in Ruhe geführt haben und dann Ergebnisse verkündet werden." Hübner war im Sommer 2011 vom MSV Duisburg zur Eintracht gekommen, führte die Hessen nach dem Abstieg in die 2. Liga wieder zurück in die Bundesliga und leitete mit der Verpflichtung von Niko Kovac als Trainer zum Saisonfinale 2016 den Nichtabstieg und anschließend auch den Pokalsieg 2018 ein.

Hütter macht sich für Hübner stark

Während die Einflussnahme des Sportdirektors seit der Verpflichtung von Fredi Bobic im Sommer 2016 stetig weiter gesunken ist, hat der gebürtige Wiesbadener mit Coach Adi Hütter einen großen internen Befürworter auf seiner Seite. "Ich habe immer gesagt: Wir haben menschlich und sportlich ein hervorragendes Verhältnis. Daran hat sich nichts geändert", sagte der Österreicher auf Sky und ergänzte: "Die Kollegen im Vorstand müssen sich da Gedanken machen. Sie werden mit ihm sprechen." Klar ist aber, dass sich Hütter für einen Hübner-Verbleib  intern stark machen wird. Und die Eintracht wird sich wohl auch gerade deshalb ein mögliches Aus sehr gut überlegen.

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Benjamin Heinrich  
25.10.2020