Nach Regeländerung in Serie A

Verbot grüner Trikots? Dann würde auch Gladbach darauf verzichten

In der Saison 2019/20 liefen die Gladbacher Fohlen noch in dunkelgrün auf.
In der Saison 2019/20 liefen die Gladbacher Fohlen noch in dunkelgrün auf. (Foto: imago)

Schwarz, weiß und grün - das sind die Vereinsfarben von Borussia Mönchengladbach. Würden die Fohlen nicht in der Bundesliga, sondern in der obersten italienischen Fußballliga, der Serie A, antreten, so wäre eine grüne Spielkleidung ab der Saison 2022/23 verboten. Teilweise zum Verständnis von Gladbach-Sportdirektor Max Eberl.

Damit Fernsehzuschauer die Spieler besser vom Rasen unterscheiden können, sind in Italien künftig grüne Jerseys verboten. Auch Menschen mit Farbsinnstörungen wird damit geholfen. "Wenn wir grün spielen und der Gegner in rot, dann muss man darüber diskutieren, weil es schon den einen oder anderen mit einer Grün-Rot-Schwäche gibt", zeigte sich Eberl auf fussball.news-Nachfrage verständnisvoll.

Gladbach führt bei Spielern Augentests durch

"Interessanterweise ist uns aufgefallen, fragt man die Spieler gar nicht, ob solche Schwächen auch bei ihnen vorherrschen", wunderte sich der 47-Jährige. Wäre tatsächlich einer seiner Akteure betroffen, könne sich Eberl auch vorstellen, deswegen nicht mehr mit reiner grüner Spielkleidung aufzulaufen. Um eventuell solch eine oder andere Sehstörungen zu erkennen, werden bei den Medizinchecks von Borussia Mönchengladbach mittlerweile auch Augentests durchgeführt.

"Wir sollten den Farben eines Vereins gerecht werden"

Grün als Trikotfarbe in der Bundesliga gänzlich zu verbieten, findet Eberl aber übertrieben: "Was wenn wir dann sagen: Weiß und schwarz jetzt auch nicht mehr, lila wäre es jetzt - ich glaube, wir sollten schon den Farben eines Vereins gerecht werden." Ein Glück, dass auf der DFL-Mitgliederversammlung so etwas noch nicht zur Sprache kam. "Nein, wir haben andere Themen zu bearbeiten momentan (lacht)", so der Fohlen-Sportchef.

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Tom Jacob  
24.07.2021