Kritik an den Medien

Vater Hinteregger: "Martin hat in der Früh Nachrichten gelesen und geweint"

Hinteregger spielte zuletzt im Profibereich für Eintracht Frankfurt. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Hinteregger spielte zuletzt im Profibereich für Eintracht Frankfurt. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Martin Hinteregger entschied sich mit nur 29 Jahren dazu, dem Profifußball den Rücken zu kehren. Der zuletzt bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehende Defensivspieler sah sich in Deutschland immer wieder Kritik seitens der Medien ausgesetzt. Dies hat sein Vater nun angeprangert.

Vor ein paar Wochen feierte Martin Hinteregger mit Eintracht Frankfurt noch den Sieg in der Europa League, mittlerweile kickt der 67-fache österreichische Nationalspieler für die SGA Sirnitz in der Amateur-Liga als Stürmer. Nach seinem dortigen Debüt sei er "so happy" wie noch nie zuvor gewesen (fussball.news berichtete). Laut seinem Vater Franz seien damit allerdings erneut auch Schattenseiten verbunden gewesen.

"Wann hört die mediale Hetze auf?"

"Österreichs Medien haben Martin gefeiert – aber in Deutschland wurde er wieder ins rechtsextreme Licht gerückt, als Problemboy abgestempelt", klagte Franz im Gespräch mit der Kronen-Zeitung. Papa Hinteregger verriet: "Martin hat in der Früh Nachrichten gelesen und geweint. Die ganze Familie ist fertig." Sogar ging er noch weiter und schlug Alarm: "Wann hört die mediale Hetze auf? Hat man aus dem Fall Robert Enke nichts gelernt?" Enke litt unter Depressionen und beging im November 2009 Suizid. Hinteregger ist derweil froh, nicht mehr dem Leistungsdruck ausgesetzt zu sein, der im Profifußball vorherrscht. "Mit diesem Entscheid ist viel Ballast von mir gefallen", erklärte der 29-Jährige bereits unmittelbar nach seinem Rücktritt bei Eintracht Frankfurt.

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Adrian Kuehnel  
25.07.2022