Abstieg in Liga zwei statt Angriff auf Europa?

Van Burik: "Peinlich, wie Hertha mit diesen Mitteln dasteht"

Hertha bleibt meilenweit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Foto: Pool/Filip Singer - Pool/Getty Images
Hertha bleibt meilenweit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Foto: Pool/Filip Singer - Pool/Getty Images

Hertha BSC liegt aktuell nur dank des besseren Torverhältnisses oberhalb des Relegationsplatzes. Arminia Bielefeld hat dabei als Tabellen-16. noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Und auch der Vorletzte FSV Mainz 05 hat nur einen Zähler weniger auf dem Konto. Für die Alte Dame ist die Abstiegsgefahr also merklich. Dick van Burik findet das schwer nachvollziehbar.

"Mein blau-weißes Herz blutet. Es wurde so viel Geld investiert und passiert ist nichts. Peinlich, wie Hertha mit diesen finanziellen Mitteln dasteht", sagt der langjährige Berliner Profi gegenüber der Bild-Zeitung. Der Ex-Kapitän hatte eine andere Entwicklung erwartet, sah Hertha wohl wie Investor Lars Windhorst als Big City Club und künftiges Schwergewicht im Europapokal. "Diese Krise wirft den Klub jetzt drei bis vier Jahre zurück", ist der Niederländer überzeugt.

"Das wäre der Super-GAU"

Im Falle eines Abstiegs wäre diese Annahme wahrscheinlich sogar überholt. "Ein erneuter Abstieg in die 2. Liga schrecklich, das wäre der Super-GAU", so van Burik. In seinen zehn Jahren bei Hertha war der Klub stets Erstligist, spielte zwischenzeitlich sogar in der Champions League. Damit das Fernziel der Rückkehr dorthin nicht völlig aus den Augen gerät, brauche es nun Persönlichkeiten, die "Tacheles reden", formuliert van Burik.

Zufrieden mit Dardai-Rückkehr

Mit der Rückkehr von Pal Dardai ist der heute als Spielerberater tätige 47-Jähige sehr einverstanden. "Er hatte das in seiner ersten Amtszeit von 2015 bis 2019 doch sehr gut gemacht." So habe van Burik auch nicht verstanden, warum sein langjähriger Kollege den Posten überhaupt räumen musste. Freilich war dies keine einseitige Entscheidung der Vereinsverantwortlichen. Auch der Ungar selbst sah den Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen. Nun kehrte er in der großen Notlage auf die Kommandobrücke zurück

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Lars Pollmann  
25.02.2021