1.FC Nürnberg

Valentini ohne Binde besser? "Keine Bürde, aber ..."

Valentini hat das Kapitänsamt freiwillig niedergelegt. Foto: Getty Images
Valentini hat das Kapitänsamt freiwillig niedergelegt. Foto: Getty Images

Enrico Valentini hat sich beim 1.FC Nürnberg zurück in die erste Elf gespielt. Drei der letzten vier Partien in der 2. Liga bestritt der Außenverteidiger von Beginn an, Beobachter erkennen eine ansteigende Formkurve. Hat der Abwehrmann davon profitiert, dass er nicht mehr Kapitän des FCN ist?

Nach zwei Jahren als Spielführer hatte der 33-Jährige sein Amt zur neuen Saison zur Verfügung gestellt und sich nicht erneut zur Wahl gestellt. Die Kollegen entschieden sich für Christopher Schindler, Valentini gehört 'nur noch' dem Mannschaftsrat an. Seine Rolle im Team habe sich ohne die Binde nicht großartig verändert, betont der geborene Nürnberger gegenüber der Bild-Zeitung. "Es ist nicht so, dass es eine Bürde für mich war, aber ich wollte mich einfach auf mich konzentrieren. Aktuell fällt mir alles auch ein bisschen einfacher", sagt Valentini.

"Öffentlich schlechter gemacht, als es war"

In der Vorsaison hatte er nach dem Jahreswechsel einige schwächere Partien absolviert, erkrankte dann an Corona und musste im restlichen Saisonverlauf oft Kilian Fischer den Vortritt lassen. Der hat sich im Sommer zum VfL Wolfsburg verabschiedet, der Club reagierte mit der Verpflichtung von Jan Gyamerah. Dennoch spielt nun wieder Valentini. "Ich wurde in meine Augen öffentlich schlechter gemacht, als es war", sagt er nun. "'Kili' hat sich die Einsatzzeit dann auch verdient, aber deswegen muss es nicht schlecht geredet werden, was ich davor gespielt habe." Gemessen an den jüngsten Eindrücken von Valentini beim 1.FC Nürnberg gibt es dafür aktuell ohnehin keinen großen Anlass.

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Lars Pollmann  
13.09.2022