Nach Abstieg

Uth über Fan-Attacke auf Schalke: "Die Tage danach waren sehr schwer"

Mark Uth ist in der vergangenen Saison mit Schalke abgestiegen. Foto: Getty Images.
Mark Uth ist in der vergangenen Saison mit Schalke abgestiegen. Foto: Getty Images.

Durch eine 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld war der Abstieg des FC Schalke 04 in die 2. Bundesliga am 20. April besiegelt. Nach der Ankunft in Gelsenkirchen wurden die Spieler von einigen Anhängern angegriffen. Mark Uth hatte in den Tagen danach schwer an den Vorfällen zu knabbern.

Der Abstieg des FC Schalke 04 deutete sich viele Monate an, am 20. April dieses Jahres wurde der Niedergang in die 2. Bundesliga besiegelt. Auch gegen Arminia Bielefeld konnte Königsblau nicht gewinnen, Fabian Klos erzielte in der 50. Minute das entscheidende Tor, das die Chancen auf ein Schalker Wunder nach 30 Spieltagen zunichte gemacht hat. 

Tumulte nach Abstieg

Die Wut und die Enttäuschung über die Auftritte der Mannschaft entluden sich bei einigen Anhängern nach der Ankunft des Mannschaftsbusses an der Veltins-Arena. Während einer Aussprache zwischen Mannschaft und Fans kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. "Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird. Genau das ist in der vergangenen Nacht aber durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen", hieß es in einer Stellungnahme, die der Verein am Tag darauf veröffentlichte.

Uth: "Ich hatte immer wieder einen Adrenalinschub" 

Mark Uth war hautnah dabei. Der heutige Angreifer des 1. FC Köln verbrachte die vergangene Saison auf Schalke, erzielte in 20 Bundesligaspielen drei Tore. "Es war kein schöner Abend. Man ist enttäuscht, wenn man absteigt. Und dann kommt man nach Hause und es warten 400 Hooligans auf einen und jagen einen über den Arena-Campus", erinnert sich Uth in der klubeigenen Dokumentation "24/7FC" an die Tumulte zurück. "Die Tage danach waren sehr schwer, weil ich nicht gut schlafen konnte. Weil ich immer wieder daran gedacht habe und immer einen Adrenalinschub hatte, als ich drüber nachgedacht habe. Das war wirklich nicht einfach."

Uth über Köln-Rückkehr: "Wollte einfach nach Hause"

Bereits die Rückrunde der Saison 2019/20 verbrachte Uth in Köln, seit diesem Sommer steht der 30-Jährige bis 2023 unter Vertrag. Nach dem Vertragsende auf Schalke seien die Geißböcke, für die er bereits von 2004 bis 2007 sowie von 2009 bis 2012 gespielt hat, die einzige Wahl gewesen: "Ich wollte einfach nach Hause, weil ich diese Stadt liebe und gerne hier wohne. Deswegen gab es für mich keinen anderen Verein", betont Uth. 

Florian Bajus  
10.11.2021