Nach Aus in Wolfsburg

USA-Wechsel soll stocken: Kruse in die Wüste?

Geht Kruse in die Golfregion? Foto: Getty Images
Geht Kruse in die Golfregion? Foto: Getty Images

Das Kapitel Max Kruse ist zumindest als Bundesliga-Spieler beim VfL Wolfsburg beendet. Niko Kovac hat den Ex-Nationalspieler aussortiert, der nun einen sehr hoch dotierten Vertrag aussitzen könnte. Ein Wechsel in die USA im Winter galt zuletzt als wahrscheinlichere Option. Doch der erklärte Traum des Angreifers soll stocken.

Dies berichtet Sport Bild. Deshalb sollen nun auch andere Alternativen in den Fokus rücken. Berater prüfen dem Magazin zufolge die Möglichkeit eines sofortigen Abschieds in die Golf-Region. In den Ligen von Katar und Saudi-Arabien sind die Transferfenster derzeit noch geöffnet, dort könnte Kruse also auch kurzfristig unterkommen. Zumindest beim Gehalt müsste er wahrscheinlich keine allzu großen Abstriche machen. Böse Zungen würden zudem betonen, dass der Lebemann am Golf sportlich besser mithalten könnte, weil seine athletischen Defizite auf niedrigerem Niveau weniger auffällig wären.

Auftritt in sozialen Medien ein Kritikpunkt

Kruse selbst hatte zuletzt allerdings betont, dass er selbst darüber entscheide, wann seine Zeit in der Bundesliga endet. Aktuell drängt sich jedoch keine Option auf, die sich im Januar-Transferfenster bieten könnte. Allenfalls eine neuerliche Rückkehr zu Werder Bremen können sich Beobachter vorstellen, wobei die Hanseaten genau nachdenken werden, ob sich der sportliche Ertrag im Vergleich zum großen Theater lohnt, das Kruse in den vergangenen Monaten stets begleitet hat. Dem Magazin zufolge soll ihn in Wolfsburg auch seine große Präsenz in den sozialen Medien Standing gekostet haben.

Rückhalt bröckelte auch in der Mannschaft

Der Vereinsführung sei sauer aufgestoßen, heißt es, dass Kruse etwa nach dem Fehlstart in die Bundesliga für Schlagzeilen, die eher dem Boulevard zuzuordnen sind, sorgte. Auch innerhalb der Mannschaft sei der Rückhalt derweil gebröckelt, die Bereitschaft, im aufwendigen System von Kovac die Lücken zu schließen, die der fußballerische Freigeist des Öfteren hatte aufgehen lassen, habe so abgenommen. Insofern soll die Entscheidung des Cheftrainers in der Kabine durchaus positiv aufgenommen worden sein. Kommende Woche seien indes Gespräche über eine Vertragsauflösung angesetzt. Die dürfte Wolfsburg teuer zu stehen kommen, weshalb die Alternative eines Vereinswechsels für die Niedersachsen grundsätzlich zu bevorzugen wäre.

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Lars Pollmann  
14.09.2022