Union chancenlos

Fischer: "Zwei bis drei Klassen Unterschied"

Urs Fischer hat mit Union Berlin gegen den FC Bayern verloren. Foto: Getty Images.
Urs Fischer hat mit Union Berlin gegen den FC Bayern verloren. Foto: Getty Images.

Union Berlin hat nach über drei Monaten wieder ein Bundesligaspiel verloren. Nach dem Schlusspfiff im Auswärtsspiel beim FC Bayern begaben sich die Eisernen mit einem 0:3 im Gepäck auf den Rückweg nach Köpenick. Dem Endresultat hatte Urs Fischer nichts entgegenzusetzen.

Mit Mut, Bereitschaft und Leidenschaft im Spiel mit und gegen den Ball wollte Union Berlin dem FC Bayern ein Bein stellen, doch der Tabellendritte musste sich am Sonntagnachmittag mit 0:3 geschlagen geben. Bayern bespielte den tiefen Defensivblock mit allen Mitteln und bot Union kaum Chancen zur Entlastung, das Torschussverhältnis von 20:3 spricht eine deutliche Sprache. "Es war ein deutliches Spiel, es waren zwei bis drei Klassen Unterschied", konstatierte Urs Fischer bei DAZN.

"Wenn du die Bayern einlädst..."

Der Schweizer ärgerte sich über die Entstehung der beiden Gegentore durch Kingsley Coman (40.) und Jamal Musiala (45.+1) zum 0:2 respektive 0:3 kurz vor der Halbzeitpause. "Es wäre möglich gewesen, mit einem 0:1 in die Pause zu gehen, weil wir es beim zweiten und dritten Tor schlecht ausspielen", analysierte Fischer, der ergänzte: "Wenn du die Bayern einlädst, sagen sie ‚Danke‘. Nur zu verteidigen wird irgendwann ausgenutzt. Du musst versuchen, mit dem Ball im Spiel Lösungen zu finden, um Entlastung zu bekommen."

"Hatten keine Chance"

An dieser Aufgabe sei seine Mannschaft gescheitert, nichtsdestotrotz strahlte Fischer im Gesamtkontext der vergangenen Wochen - Union erreichte gegen Ajax Amsterdam das Achtelfinale der Europa League und hat alle Chancen auf die erneute Qualifikation für den Europapokal - große Zufriedenheit aus: "Die Jungs haben es verdient, ein bis zwei Tage durchzuatmen. Es waren zwei intensive Wochen, in denen wir es wirklich gut gemacht haben." Einzig am Sonntagnachmittag "hatten wir keine Chance, das müssen wir anerkennen".

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Florian Bajus  
26.02.2023