Zingler kritisiert Eberl

Union-Boss: "Werden von denen kritisiert, die nichts tun - außer Pappkameraden aufstellen!"

In Berlin durften im Test gegen den 1. FC Nürnberg erstmals wieder Zuschauer ins Stadion. Foto: Getty Images

Der 1. FC Union Berlin hat sein erstes Heimspiel mit Zuschauern hinter sich und will das zum Auftakt in der Bundesliga gegen den FC Augsburg wiederholen. Das vorgehen der Berliner passt nicht allen.

Max Eberl, Sportchef von Borussia Mönchengladbach, hatte zuletzt die Vorgehensweise des 1. FC Union Berlin in Sachen Zuschauerrückkehr kritisiert und sich eine einheitliche Vorgehensweise in der Bundesliga gewünscht. Nach dem geglückten Versuch der Unioner schlug Klubchef Dirk Zingler im Gespräch mit dem Kicker nun zurück: "Meistens werden wir ja von den Menschen kritisiert, die selber nichts tun - außer Pappkameraden aufstellen. Das ist mir ein bisschen zu wenig." Der FC Union hatte beim Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg (2:1) unter strengen Rahmenbedingungen erstmals wieder Zuschauer (4.500) in die Alte Försterei gelassen. 

"Wir haben ein gesellschaftliches Problem!"

Unterstützung erwarte er von der Bundesliga-Konkurrenz wie Borussia Mönchengladbach keine. "Wir sind Wettbewerber", lautete Zinglers kurze Einordnung. Dennoch sei die Fanrückkehr bei Union "keine finanzielle Frage. Am Ende geht es darum, dass wir Veranstaltung, Fußball und Leben zurückbekommen." Wer eine Teilrückkehr in bestimmten Bundesländern nicht wolle, habe das Problem ohnehin nicht erkannt: "Wir haben kein Wettbewerbsproblem. Wir haben ein gesellschaftliches Problem, dass Menschen wieder soziale Kontakte brauchen." Das Konzept wertete der Vereinschef in jedem Fall als geglückt: "Alle Plätze sind nummeriert und personalisiert. Wir wissen genau, wer um wen herumgestanden hat. Hier herrscht kein Risiko." 

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Benjamin Heinrich  
05.09.2020