Wegen UEFA-Regularien

Union Berlin muss für die Conference League womöglich ins Olympiastadion

Union Berlin hat sich am 34. Spieltag für die Conference League qualifiziert. Foto: Imago.
Union Berlin hat sich am 34. Spieltag für die Conference League qualifiziert. Foto: Imago.

Bereits im zweiten Bundesligajahr hat sich Union Berlin für den Europapokal qualifiziert. Durch den 2:1-Sieg über RB Leipzig feierten die Eisernen den Einzug in die Europa Conference League. Womöglich wird der Klub seine internationalen Heimspiele aber nicht an der Alten Försterei, sondern in der Spielstätte von Hertha BSC absolvieren müssen.

Das berichtet unter anderem die Berliner Morgenpost. Demnach sei das Stadion an der Alten Försterei laut den UEFA-Regularien nicht für die Play-Offs zur Europa Conference League zulässig, an denen Union Berlin durch den siebten Tabellenplatz in der Bundesliga teilnehmen wird. Den Statuten zufolge sei lediglich erlaubt, in Stadien zu spielen, in denen es ausschließlich Sitzplätze gibt. Die Alte Försterei bietet allerdings nur 3612 Sitzplätze. 

Zingler: "Ich schließe gar nichts aus"

Üblicherweise werden die wenigen Stehplätze von den deutschen Europapokalteilnehmern bestuhlt, diese machen bei Union Berlin jedoch 18400 der gebotenen Plätze aus. Klubpräsident Dirk Zingler schließt aufgrund dessen nicht aus, dass die Conference-League-Partien im Olympiastadion ausgetragen werden, in dem Stadt-Rivale Hertha BSC seine Heimspiele bestreitet: "Ich schließe gar nichts aus. Europa hat bisher nicht zu unserem Alltag gehört, jetzt werden wir uns damit beschäftigen und versuchen, die bestmögliche Lösung für den Verein zu finden", wird Zingler nach einer Medienrunde am Sonntag von der Berliner Morgenpost zitiert.

"Werden Kontakt zur UEFA aufnehmen"

Man werde "alles versuchen, unsere Spiele in der Alten Försterei stattfinden zu lassen", versicherte Zingler, "wir werden Kontakt zur UEFA aufnehmen und uns auf die Suche nach Präzedenzfällen machen." Zugleich betonte der 56-Jährige allerdings: "Wenn das nicht möglich ist, werden wir woanders spielen. Am Ende geht es darum, dass wir erfolgreich sind in diesem Wettbewerb."

Florian Bajus  
23.05.2021