Leihspieler weit von Bestform entfernt

Unauffälliges Debüt: BVB gibt Reinier Zeit

Reinier wirkte noch nicht sonderlich eingebunden. Foto: Imago
Reinier wirkte noch nicht sonderlich eingebunden. Foto: Imago

Das gelungene Comeback von Marco Reus hat beim Test von Borussia Dortmund gegen Sparta Rotterdam andere Themen überlagert. Das durchaus mit Spannung erwartete Debüt von Leihspieler Reinier bot auch keine große Gelegenheit, es in den Vordergrund zu rücken.

45 Minuten hielt der Brasilianer, für zwei Spielzeiten von Real Madrid gekommen, durch. Zeigte dabei in wenigen Ansätzen, dass er mit dem Ball umzugehen weiß. Und in vielen Szenen, dass er von der Bestform noch weit entfernt ist. Beim BVB war dies im Vorhinein allen Beteiligten klar. Entsprechend bricht ob des unauffälligen ersten Eindrucks von Reinier niemand in Panik aus. "Es war nicht leicht für ihn nach einer langen Pause", zitieren die Ruhr Nachrichten etwa Cheftrainer Lucien Favre.

Exakt sechs Monate seit letztem Pflichtspiel

Bei Real hatte Reinier keine Spielerlaubnis für die Profis, bei der zweiten Mannschaft konnte er vor dem Abbruch der Saison ob der Coronakrise nur drei Spiele machen, das letzte davon am 07. März. Exakt sechs Monate später also lief er zum ersten Mal für den BVB auf, nach drei Wochen im neuen Verein kann der 18-Jährige da noch keine Bäume ausreißen. Zumal der Juniorennationalspieler im Juni bei Madrid noch eine Muskelverletzung erlitt, deshalb einige Wochen ausfiel. 

"Keine zu hohe Erwartungshaltung"

"Er hat gut trainiert, um intensiv zu arbeiten und einige Rückstände aufzuholen", sagt Sebastian Kehl. Der Lizenzspielerleiter will Reinier aber auch keinen Rucksack aufbinden. "Er braucht seine Zeit, wir sollten keine zu hohe Erwartungshaltung haben", fordert der langjährige BVB-Kapitän. Grundsätzlich sind sie von den Qualitäten des Teenagers in Dortmund aber überzeugt. "Natürlich wollen wir so schnell wie möglich von ihm profitieren", sagt Kehl. Reinier kann im offensiven Mittelfeld, als hängende Spitze und beim BVB wohl auch auf den nominellen Flügel-Positionen spielen.

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Lars Pollmann  
08.09.2020