Vergleich mit Dezember

Umgekehrtes Bild: Borussia macht den Fans keinen Spaß mehr

Borussia Mönchengladbach hat am Samstag mit 0:3 gegen Freiburg verloren. Foto: Christof Koepsel/Getty Images.
Borussia Mönchengladbach hat am Samstag mit 0:3 gegen Freiburg verloren. Foto: Christof Koepsel/Getty Images.

Die Fans von Borussia Mönchengladbach haben den angekündigten Prozess über viele Monate mitgetragen. Mittlerweile ist die Stimmung gekippt - und droht ein Pulverfass zu werden.

Noch im Dezember 2023 war die Stimmung im Umfeld von Borussia Mönchengladbach positiver. Die Mannschaft von Gerardo Seoane wartete bereits zu diesem Zeitpunkt auf zwei aufeinanderfolgende Liga-Siege und hatte mehrere Führungen aus der Hand gegeben, doch nach den Heimspielen gegen Hoffenheim (2:1) in der Bundesliga und Wolfsburg (1:0, n.V.) im Pokal wirkte es, als könne die Mannschaft Widerstände überwinden und enge Duelle wieder für sich entscheiden. Borussia machte den Fans Spaß, weil die Spiele mitreißender waren als in den beiden Vorjahren und sich Erfolgserlebnisse zu mehren schienen.

Seit Januar lässt Borussia nach

Diese Zustandsbeschreibung ist im März 2024 nicht mehr zutreffend. Die Spieler haben ihren Kredit verspielt, die Kritik an den Leistungen und an Trainer Seoane wird lauter. Wie in der Rückrunde der vergangenen Saison erleidet Gladbach viele Rückschläge, findet selten eine Antwort, lässt zu häufig Spielwitz und Tempo in der Offensive vermissen und wird von Problemen in der Rückwärtsbewegung geplagt. Trotz einer Entwicklung auf individueller Ebene tritt Borussia kollektiv auf der Stelle, wie die Jahresbilanz 2024 (2 Siege, 5 Unentschieden, 5 Niederlagen, 16:20 Tore) verdeutlicht.

Pokal-Aus als Tiefpunkt

Die fehlende Entwicklung in der Bundesliga - Gladbach hat nach 27 Spieltagen 28 Punkte auf dem Konto und belegt Platz zwölf - ist das eine, die verpasste Chance im DFB-Pokal steht noch einmal auf einem anderen Blatt. Das Viertelfinal-Aus gegen Drittligist Saarbrücken war der endültige Nackenschlag für den Anhang, der aufgrund des möglichen Halbfinal-Duells gegen Zweitligist Kaiserslautern auf die erste Finalteilnahme seit 1995 gehofft hatte. Erfolgsmomente bleiben den Fans allerdings zu häufig verwehrt, 9 Siege in 31 Pflichtspielen sind trotz des Umbruchs unzufriedenstellend. Will der Verein künftig wieder mehr Spaß machen, bedarf es einiger Veränderungen im Sommer.

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Florian Bajus  
31.03.2024