In Slowenien

Wilde Szenen: Ultras verscheuchen bei Pressekonferenz neuen Trainer

Die Ultras bereiteten ihrem neuen Coach einen ungemütlichen Empfang. Foto: Twitter@HooligansTV_eu
Die Ultras bereiteten ihrem neuen Coach einen ungemütlichen Empfang. Foto: Twitter@HooligansTV_eu

Früher spielte Albert Riera sogar in der Champions League, seit Anfang Juli ist er neuer Cheftrainer des slowenischen Klubs NK Olimpija aus Ljubljana. Der Spanier, bis Ende Juni noch Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul, erlebte zum Antritt eine denkbar kuriose Pressekonferenz.

NK Olimpija bestritt am Donnerstag ein Playoff-Spiel in der Conference-League-Qualifikation gegen Differdingen 03 aus Luxemburg. Für Albert Riera war es das erste Pflichtspiel als neuer Chefcoach der Slowenen. Ein 1:1 holte der Spanier bei seiner Premiere. Damit begab sich der 40-Jährige auf die obligatorische Pressekonferenz.

Pressekonferenz musste abgebrochen werden

Dann wurde es jedoch turbulent: Die Ultras der Gruppierung "Green Dragons Ljubljana" verschafften sich ebenfalls Zutritt zum Pressesaal und gingen teilweise sogar vermummt vor das Podium. "Jeden Monat dieselbe S******", schrie einer der Ultras die Vereinsbosse an. Der Grund für den Unmut: Der sechsmalige Meister des Landes verschliss seit 2015 stolze 18 Trainer. Mit Riera wurde nun der 19. Cheftrainer seit sieben Jahren präsentiert.

Aufgrund der Eskalation wurde die Pressekonferenz abgebrochen, Riera verschwand zügig in einen Nebenraum. Was es dem zuvor bei Galatasaray Istanbul als Assistent tätigen Coach schwer macht: Bevor er verpflichtet wurde, hatte sich der Hauptstadtklub aus Ljubljana von der kroatischen Fußball-Ikone Robert Prosinecki getrennt, der bei den Fans äußerst beliebt war. Für Riera ist es derweil erst die erste Station als Chefcoach. Reichlich Erfahrung im Fußballbusiness hat er jedoch: Mit dem FC Liverpool und Galatasaray Istanbul brachte er es einst sogar auf 25 Spiele in der Champions League.

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Adrian Kuehnel  
08.07.2022