Nach Krawallen in Nizza

UEFA-Ermittlungen gegen Köln: Welche Strafen drohen?

In Nizza kam es zu Krawallen im Stadion. Foto: Getty Images
In Nizza kam es zu Krawallen im Stadion. Foto: Getty Images

Das 1:1 des 1.FC Köln zum Auftakt in die Europa Conference League bei OGC Nizza am Donnerstag ist von schweren Ausschreitungen im Stadion an der Cote d'Azur überschattet worden. Das Spiel stand vor der Absage und wird Behörden sowie die UEFA-Gremien noch eingehend beschäftigen. Dem FC drohen empfindliche Strafen.

Am Freitag hat die UEFA offiziell die Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen. Die Vorwürfe gegenüber den Geißböcken beziehen sich unter anderem auf das Werfen von Gegenständen sowie das Zünden von Feuerwerkskörpern seitens dem Klub zuzuordnenden Zuschauern, hinzu kommen die Auseinandersetzungen unter Fan-Gruppierungen beziehungsweise mit dem Ordnungsdienst, die bei der UEFA als 'crowd disturbances' zusammengefasst werden. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, drohen beiden Klubs zunächst Geldstrafen.

Keine Auswärtskontingente mehr?

Zudem könne es bei den Domstädtern zu einem Verbot, Kartenkontingente an Auswärtsfahrer zu verteilen, kommen, so die Lokalzeitung. Eine deutlich empfindlichere Strafe auch aus finanzieller Sicht bestünde darin, wenn der 1.FC Köln einzelne Blöcke oder gar das ganze Stadion bei Heimspielen dicht machen müsste. Am Donnerstag sorgten sich viele der friedlichen Fans und auch Verantwortliche des Bundesligisten offenbar darum.

Bewährungsstrafe abgelaufen

"Ich weiß, dass wir auf Bewährung sind", erklärte etwa Sportchef Christian Keller in Anspielung auf Vorfälle aus der letzten Europapokal-Saison der Kölner, als es beim Europa-League-Spiel beim FC Arsenal ebenfalls zu Krawallen gekommen war. Allerdings ist die damals zur Bewährung ausgesprochene Strafe inzwischen abgelaufen, wie die UEFA gegenüber der Lokalzeitung bestätigt hat. Um allzu drakonische Sanktionen kommt der Klub deshalb womöglich herum.

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Lars Pollmann  
10.09.2022