Eintracht Frankfurt

Wie die "Büffelherde": Plant Hütter wieder Überraschung beim VfB?

Beim VfB Stuttgart ließ Adi Hütter vor zwei Jahren Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic (v.l.) gemeinsam von der Leine. Foto: Imago

Ein Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart war vor rund zwei Jahren bei Eintracht Frankfurt die Geburtsstunde der "Büffelherde". Im Umfeld werden da Erinnerungen wach und auch Trainer Adi Hütter spielt mit dem Gedanken, die Schwaben erneut zu überraschen.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Eine gehörige Portion Mut gehörte dazu, als Frankfurts Trainer Adi Hütter vor zwei Jahren, am 2. November 2018, in die taktische Trickkiste griff und mit Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart gleich auf drei Angreifer setzte. Die fulminante "Büffelherde" war geboren. Die Folge: Am Ende der Saison 2018/19 standen für das Sturmtrio wettbewerbsübergreifend 57 Tore und 25 Vorlagen. Ein historischer Wert. Im Anschluss an die grandiose Saison verließen die drei Offensivspieler die Eintracht allerdings, spülten aber insgesamt über 100 Millionen Euro in die Kasse der Hessen.

Eintracht könnte sich taktisch verändern...

Vor dem erneuten Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart stellte sich im Vorfeld deshalb die Frage: Überrascht Hütter die Schwaben erneut mit einem Taktikcoup? "Die Büffelherde wird morgen nicht spielen, weil die sind nicht mehr da. Deswegen gibt es auch keine Überraschung", lautete die erste Antwort des Österreichers auf Nachfrage von fussball.news. Jovic spielt mittlerweile bekanntlich für Real Madrid, Rebic für den AC Mailand und Haller für West Ham United. Doch der 50-Jährige legte mit einem Schmunzeln nach: "Nein, Spaß beiseite. Wir haben drei solche Spieler gar nicht im Kader, aber natürlich haben wir die Überlegung taktisch etwas zu verändern." 

... oder setzt Hütter auf Stammelf?

Besonders der mögliche Ausfall von Spielmacher Daichi Kamada könnte Hütters Kreativität fordern. Möglicherweise setzt Frankfurts Trainer in Stuttgart aber auch unabhängig davon vermehrt auf kreative Offensivspieler. Die Chance für Aymen Barkok und Amin Younes, die sich nach ihrer Einwechslung gegen Werder in den Fokus spielten? Hütter hielt sich bedeckt und schwankt noch: "Denn auf der anderen Seite möchte ich die Mannschaft vielleicht auch so sehen, wie sie in der letzten Zeit war, um daraus nochmal Schlüsse zu bekommen." Das könnte bedeuten, dass Hütter erneut auf die gleiche Startelf setzt, "aber einen Tag vor dem Spiel verrate ich da natürlich nichts." Sonst wäre es auch keine Überraschung mehr.

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Benjamin Heinrich  
06.11.2020