Schwacher Wert für DFB-Team

TV-Quoten-Alarm: Nächster Flop für deutschen Fußball

Weder auf dem Spielfeld, noch vor den TV-Geräten konnte die deutsche Nationalmannschaft gegen die Schweiz überzeugen.
Weder auf dem Spielfeld, noch vor den TV-Geräten konnte die deutsche Nationalmannschaft gegen die Schweiz überzeugen. (Foto: Matthias Hangst/Getty Images)

Das DFB-Team hat einen neuesten Quoten-Flop erlebt! Zuletzt berichtete fussball.news über die sinkenden Einschaltquoten in der Champions League und der Bundesliga, nun wurden die Statistiken der deutschen Nationalmannschaft unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Einschaltquoten im Fußball sinken immer weiter.

Das Champions League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain von vor zwei Wochen sahen 12,79 Millionen Menschen im ZDF. Auch wenn das der schlechteste Wert aller Endspiele mit deutscher Beteiligung der letzten 25 Jahre war, diese Quote hätte sich das DFB-Team gestern sehnlichst gewünscht. Stattdessen verfolgten laut Quotenmeter den müden Kick zwischen Deutschland und der Schweiz (1:1) nur schlappe 6,25 Millionen Zuschauer. Sogar die Krimi-Reihe "Der Tatort" sahen zeitgleich in der ARD zwei Millionen Menschen mehr. 

Einschaltquoten im Sinkflug

Doch es war wohl nicht nur die harte TV-Konkurrenz, die für die schlechte Einschaltquote der Nationalmannschaft sorgte. Nicht erst seit der aus deutscher Sicht katastrophalen Weltmeisterschaft 2018 sind die Zuschauerzahlen vor den heimischen Fernsehern in einen Tiefflug gesunken. Die EM-Qualifikation am 24. März 2019 gegen die Niederlande, welche das deutsche Team mit 2:3 verlor, verzeichnete in jüngster Vergangenheit den Höchstwert von 11,83 Millionen Zuschauern (RTL). Zum Vergleich: Im Jahr 2003, bei der EM-Qualifikation Deutschland gegen Schottland, schalteten unter anderem bis zu 15,18 Millionen (ARD) Fans ein. Im Jahr 2013 bescherte das Länderspiel Deutschland gegen England (0:1) mit 12,17 Millionen Zuschauern noch die beste Einschaltquote.

Erschreckende Zahlen in den letzten Jahren

Jenseits der alten Zahlen: Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2018 belegte das 7:0 gegen San Marino mit 7,22 Millionen Zusehern (RTL) die schlechteste Zahl, 10,32 Millionen Zuschauer beim 2:0 gegen Nordirland war der Top-Wert. Bei der EM-Qualifikation für 2020 sorgte die Begegnung in Weißrussland mit 7,1 Millionen Menschen für die mieseste Einschaltquote. Dies wurde nun mit 6,25 Millionen Zuschauern noch "getoppt" - im negativen Sinne. Nicht nur der Verband muss sich hinterfragen, warum nicht mehr so viele Interessenten vor die TV-Geräte gelockt werden können, sondern auch die Übertragungssender müssen sich Gedanken machen. Hohe Geldbeträge für Werbespots und Sponsorenpartner sind in der Folge nur noch schwer zu erklären. Corona hin oder her: Die Beteiligten müssen überlegen, wie der deutsche Fußball auf allen Ebenen wieder attraktiver gemacht werden kann.

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Tom Jacob  
07.09.2020