Hertha hofft hingegen wegen Selke

TV-Gelder: Viele würden von Werder-Abstieg profitieren

Werder spielt um die eigene Zukunft und für andere Klubs um Millionen. Foto: Imago
Werder spielt um die eigene Zukunft und für andere Klubs um Millionen. Foto: Imago

Werder Bremen geht vom Relegationsplatz aus in den schicksalhaften 34. Spieltag der Bundesliga. Nur mit einem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach wären die Hanseaten vor dem direkten Abstieg auf jeden Fall gesichert. Viele in der Bundesliga schauen nicht zuletzt der Finanzen wegen genau an die Weser.

Wie in jeder Saison geht es auch heuer am letzten Bundesliga-Samstag noch für viele Klubs um Millionen Euro bei den TV-Geldern. Dabei können Vereine nicht nur durch eigene tabellarische Sprünge noch einen Unterschied ausmachen. Sondern sie können auch davon profitieren, wenn es andere Klubs erwischen sollte. Im Abstiegsfall von Werder könnten laut eines Berichts der Bild-Zeitung etwa der SC Freiburg, 1.FC Köln (bei eigenem Klassenerhalt), FSV Mainz 05 und VfB Stuttgart Mehreinnahmen von immerhin 1,7 Millionen Euro einstreichen.

Hertha hofft wegen Selke auf Werder

Eingedenk der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bücher der Bundesliga-Klubs, wäre ein derartiger Geldsegen überall gern gesehen. Um einen nochmals deutlich höheren Betrag geht es derweil für Hertha BSC, das im Gegensatz zur Konkurrenz Werder Bremen den Klassenerhalt wünschen muss. In diesem Fall würde bekanntlich aus der Leihe von Stürmer Davie Selke eine Festverpflichtung, für die die Alte Dame eine Ablöse kassieren würde.

Bei Klassenerhalt zurück nach Berlin

Die Leihvereinbarung sieht dem Boulevardblatt zufolge eine Zahlung von mindestens 12,5 Millionen Euro vor, sollte Werder nach der Vorsaison auch diesmal den Klassenerhalt schaffen. Inklusive möglicher Nachschläge soll Selke Werder sogar mehr als 15 Millionen Euro kosten können. Geht das Unterfangen der Grün-Weißen am Samstag oder in der Relegation jedoch schief, kehrt der 26-Jährige nach Berlin zurück. Hertha müsste anstatt eine Ablöse einzustreichen sein Gehalt bezahlen und hoffen, dass sich ein anderweitiger Abnehmer findet. Der tatsächliche Marktwert von Selke beträgt zwischenzeitlich aber wohl nur noch einen Bruchteil der Summe, die Werder im Falle des Klassenerhalt 'droht'.

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Lars Pollmann  
22.05.2021