Nigerianer noch ohne Treffer in der Bundesliga

"Tut nicht gut": Gisdol kritisiert Körpersprache von Dennis

Dennis vergab gegen den VfB eine Top-Chance aufs erste Bundesliga-Tor. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images
Dennis vergab gegen den VfB eine Top-Chance aufs erste Bundesliga-Tor. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images

Emmanuel Dennis wartet weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Der Winter-Neuzugang des 1.FC Köln vergab am Samstag bei der Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart eine von nur wenigen Top-Chancen der Geißböcke. Während der Partie wirkte der Nigerianer immer wieder frustriert.

Der Stürmer winkte ab, breitete seine Arme aus und lieferte sich sogar einen kurzen Disput mit Marius Wolf. Nicht ungewöhnlich, dass ein Angreifer während einer Ladehemmung etwas gereizt reagiert. "Er ist eben sehr emotional, möchte gerne die Bälle haben. Stürmer sind so geprägt", zitiert der Express Markus Gisdol dazu. Allerdings ist das Ausmaß für den Chefcoach des 1.FC Köln wohl zu groß. "Die Körpersprache und sowas sind Dinge, die unserer Mannschaft nicht gefallen und darüber müssen wir sprechen", so Gisdol.

Nur im Pokal getroffen

Dennis setze sich selbst zu sehr unter Druck, meint der Übungsleiter. "Das tut uns als Team nicht gut." Schließlich soll der 23-Jährige die Domstädter zum Klassenerhalt schießen. Bisher ist er den Beweis der Befähigung dazu schuldig geblieben. Bei den Siegen über Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach war er jedenfalls nur dabei statt mittendrin, traf nur bei der Pleite im DFB-Pokal gegen Zweitligist Jahn Regensburg.

"Laufwege besser nutzen"

Gisdol sieht es als Aufgabe der gesamten Mannschaft an, Dennis besser einzusetzen. "Wir müssen uns bewusst sein, welche Laufwege Dennis uns in Zukunft bieten kann, und diese auch besser nutzen." Der dreifache Nationalspieler kam im Januar vom FC Brügge, für den er in der laufenden Saison lediglich einen Treffer erzielt hatte. Den aber immerhin in der Champions League, wo der Angreifer 2019 mit einem Doppelpack bei Real Madrid auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Qualität schlummert also in ihm.

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Lars Pollmann  
21.02.2021