VfL Wolfsburg

"Tut Fußball nicht gut"? Kruse giftet zurück

Kruse lässt sich nicht jede Kritik gefallen. Foto: Getty Images
Kruse lässt sich nicht jede Kritik gefallen. Foto: Getty Images

In den letzten Tagen des Transferfensters gehen die Blicke in der Bundesliga auch zu Max Kruse. Der Angreifer könnte den VfL Wolfsburg noch verlassen, gilt er doch unter Niko Kovac nicht als sonderlich glücklich, aber als einer der Top-Verdiener bei den Wölfen. Für diese Gemengelage setzte es am Sonntag im Sport1-'Doppelpass' heftige Kritik.

Bild-Journalist Alfred Draxler knöpfte sich den Ex-Nationalspieler regelrecht vor. "Max Kruse entwickelt keine Vereinstreue. Er hat keine Bindung zum Klub. Ein Spieler wie Max Kruse tut dem Fußball nicht gut", zog der Kolumnist vom Leder. Der so kritisierte Profi hat genau hingehört und in einem Instagram-Video zum Gegenschlag ausgeholt. "Im Doppelpass war Max Kruse mal wieder Thema. Der ein oder andere konnte sich nicht nehmen lassen, seinen Senf dazu beizutragen. Unter anderem der sehr geehrte Herr Drexler oder Draxler, weiß ich jetzt nicht", legte der 34-Jährige los. "Wenn ich richtig informiert bin, ist der Herr Journalist, und Journalisten sollten ihre Arbeit richtig machen."

Vor Monaten noch für Ehrlichkeit gelobt

Was Kruse dabei besonders anstößt: Draxler kritisierte am Sonntag, der Routinier sei nur des Geldes wegen von Union Berlin nach Wolfsburg gewechselt, habe diese Gründe aber verschleiert und sei nicht ehrlich damit umgegangen. "Ich glaube sogar, er hat vor sechs Monaten einen Artikel verfasst, wo er geschrieben hat, Max Kruse sei wenigstens ehrlich, weil er gesagt hat, dass er wegen des Geldes dorthin gegangen ist." Insofern scheint der Wölfe-Stürmer überrascht, warum Draxler seine Meinung plötzlich geändert hat. 

"Solche Leute tun dem Fußball nicht gut"

"Solche Leute tun dem Fußball nicht gut. Er sollte seine Arbeit besser machen", poltert Kruse deshalb. Er habe nie verhehlt, dass es beim Wechsel nach Niedersachsen nicht zuletzt um einen sehr gut dotierten Vertrag gegangen sei und findet so, dass er mit seiner Ehrlichkeit "dem Fußball guttut. Ich hoffe, ihr seht das auch so", wendet sich Kruse an seine 377 000 Follower bei Instagram. Dessen ungeachtet steht ein Blitz-Abschied aus Wolfsburg weiter im Raum. Sportchef Jörg Schmadtke erklärte diesbezüglich am Wochenende allerdings, der Klub gehe davon aus, dass Kruse auch nach Transferschluss am Donnerstag noch beim VfL unter Vertrag stehe (fussball.news berichtete).

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Lars Pollmann  
30.08.2022