Nach vergebener Chance gegen Nordmazedonien

Tuchel verteidigt Werner: "Das werde ich nicht akzeptieren"

Timo Werner (Foto) genießt die volle Rückendeckung von Chelsea-Trainer Thomas Tuchel. Foto: Imago
Timo Werner (Foto) genießt die volle Rückendeckung von Chelsea-Trainer Thomas Tuchel. Foto: Imago

Für seine vergebene Chance im WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Nordmazedonien kassierte Timo Werner im Netz und in der Presse Häme. Thomas Tuchel, Trainer des FC Chelsea, verteidigt seinen Schützling vehement.

Beim Stand von 1:1 hatte Timo Werner in der 80. Minute die Möglichkeit, Deutschland gegen Nordmazedonien in Führung zu bringen und die spätere Niederlage abzuwenden. Doch der Stürmer vergab aus wenigen Metern freistehend. Allgemein kann der 25-Jährige nicht an seine Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen, weshalb regelmäßig und kritisch über ihn gesprochen wird. Davon hat Thomas Tuchel genug: "Für mich ist der Moment gekommen, an dem es mir reicht, über Timo Werner zu sprechen und ihm die Schuld zu geben", sagte Tuchel auf der Pressekonferenz des FC Chelsea vor dem Premier-League-Spiel gegen West Bromwich Albion (Samstag, 13.30 Uhr).

"Ich vertraue ihm"

Es sei "eine einfache Lösung, mit dem Finger auf ihn zu zeigen", sagte Tuchel und betonte: "Das kann ich nicht ganz verstehen und das werde ich auch nicht akzeptieren." Er sei "froh", dass Werner zurück in London ist, denn trotz aller Häme und Kritik liefere der 53 Millionen Euro teure Neuzugang von RB Leipzig gute Leistungen: "Er erzielt Tore für uns, er bereitet Tore für uns vor, er holt entscheidende Elfmeter für uns heraus. Wenn das der kritischste Punkt in deiner Karriere ist, kannst du das akzeptieren und sagen: ‚Okay, bislang war es ziemlich beeindruckend'", so Tuchel, der klarstellte: "Ich vertraue ihm."

Florian Bajus  
02.04.2021

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