Chelsea-Coach relativiert

Tuchel relativiert Conte-Zoff: "Haben uns nicht geprügelt"

Thomas Tuchel und Antonio Conte (v.l.) geraten an der Seitenlinie aneinander. Foto: Getty Images.
Thomas Tuchel und Antonio Conte (v.l.) geraten an der Seitenlinie aneinander. Foto: Getty Images.

Die Mannschaften des FC Chelsea und der Tottenham Hotspur boten beim 2:2-Remis am Sonntagnachmittag ein intensives Duell, dessen hohe Emotionalität sich auf die Seitenlinie übertrug. Das doppelte Wortgefecht inklusive Platzverweis für Thomas Tuchel und Antonio Conte relativierte der Chelsea-Coach nach dem Spiel.

Obwohl das Premier-League-Spiel zwischen dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur ein spektakuläres Ende fand - Harry Kane erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit das entscheidende Tor zum 2:2 -, standen nach dem Schlusspfiff Thomas Tuchel und Antonio Conte im Vordergrund. Die Coaches gerieten erstmals aneinander, als Pierre-Emile Höjbjerg in der 68. Minute das 1:1 erzielte und Conte emotional jubelte, was Tuchel missfiel. Beim Handshake nach Spielende blickte Conte Tuchel zudem nicht in die Augen, was dem deutschen Übungsleiter sauer aufstieß. Daraufhin erfolgte das zweite Wortgefecht und beide Coaches erhielten von Schiedsrichter Anthony Taylor die Rote Karte. 

Tuchel: So kam es zum Zoff mit Conte

"Ich habe gedacht, dass man sich in die Augen schaut, wenn wir uns die Hände schütteln, aber er hatte eine andere Meinung", erklärte Tuchel gemäß dem Sportbuzzer den Zoff mit seinem Trainer-Kollegen. Den Platzverweis wertet der Chelsea-Coach indes als überzogen: "Viele Dinge waren heute nicht notwendig. Eine schlechte Entscheidung des Schiedsrichters."

"Das war heute Teil des Spiels"

Via Vereinsmedien relativierte Tuchel in ausführlicherer Form die Auseinandersetzungen mit Conte, die er mit einem Streit zwischen Spielern verglich. "Es passiert nichts, niemand wird verletzt. Das ist Premier-League-Fußball, die beiden Trainer haben sich heute eingemischt, weil wir beide für unsere Teams gekämpft haben. Das war’s", betonte der 48-Jährige und ergänzte: "Niemand wurde beleidigt, wir haben uns nicht geprügelt. Für mich ist das keine große Sache. Das war heute Teil des Spiels." 

Florian Bajus  
14.08.2022