FC Bayern

Tuchel ärgert später Elfer: "Keine Situation für den VAR"

Tuchel haderte mit Schiedsrichterentscheidungen. Foto: Getty Images
Tuchel haderte mit Schiedsrichterentscheidungen. Foto: Getty Images

Der FC Bayern hadert nach dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, die zu seinen Ungunsten verlaufen sind. Ob des späten Ausgleichs vom Elfmeterpunkt steht naturgemäß die Entstehung des Strafstoßes für die Werkself absolut im Mittelpunkt. Thomas Tuchel vertritt dazu eine klare Meinung.

"Er hat ihn nicht gepfiffen, das wollen wir nicht vergessen"

"Dass es Kontakt gibt und Jonas den annimmt, ist klar. Und dass es viel zu gierig ist von Alphonso, durch die Beine an den Ball zu kommen. Aber er hat ihn nicht gepfiffen, das wollen wir nicht vergessen", so der Chefcoach der Münchner beim Streamingdienst DAZN. Gemeint ist Hauptschiedsrichter Daniel Schlager, der erst auf Hinweis des Videoassistenten näher auf die Szene aufmerksam wurde. 

"Es ist keine glasklare Fehlentscheidung"

"Für mich ist es in der 94. Minute im Topspiel ein Spieler, der aus dem Sechzehner rausgeht. Dann ist es für mich viel zu wenig, dass der VAR eingreift. Das ist für mich super-soft. Das ist keine Situation für den VAR", legt sich Tuchel fest. Schließlich habe Schlager auch während des Spiels eine gewisse Linie vertreten, die vergleichsweise großzügig gewesen sei. "Wieso wird das dann am Ende plötzlich gepfiffen?", fragt Tuchel rhetorisch. "Es ist keine glasklare Fehlentscheidung, aber es ist auch egal, was ich sage." Der Übungsleiter hatte schon in der ersten Hälfte wegen seiner Proteste über den Freistoßpfiff zugunsten Leverkusens vor dem zwischenzeitlichen 1:1 die Gelbe Karte gesehen.

Vorentscheidung war innerhalb 20 Minuten möglich

Spielerisch war das Endresultat für beide Mannschaften wohl durchaus verdient. Dahingehend hadert Tuchel vor allem mit der schwachen Chancenverwertung seiner Bayern-Elf. "Es waren gute erste 20 Minuten, ich weiß nicht, ob wir da auf dem Platz gespürt haben, dass wir eigentlich schon den Sack zumachen können, eine Vorentscheidung erzwingen können." Nach dieser Phase sei das Spiel wellenartig verlaufen, die Münchner übten nur phasenweise die erhoffte Kontrolle aus. "Am Ende hat es ausgeschaut, als hätten wir den Lucky Punch für uns, aber haben eine knifflige Entscheidung gegen uns gekriegt", so Tuchel. Leon Goretzka hatte den Meister erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit mit 2:1 in Führung gebracht.

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Lars Pollmann  
15.09.2023