"Habe keine Sorge"

Trotz prominenter Abgänge - Eberl: "Die Bundesliga bleibt attraktiv"

Havertz und Werner spielen nun gemeinsam für den FC Chelsea. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Havertz und Werner spielen nun gemeinsam für den FC Chelsea. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der Transfer von Kai Havertz zum FC Chelsea ist am Wochenende nach schier endlosem Poker über die Bühne gegangen. Er folgt Timo Werner nach London. Auch Profis wie Robin Koch, Luca Waldschmidt und bald womöglich Thiago Alcantara haben die Bundesliga verlassen. Max Eberl sieht darin keinen besorgniserregenden Trend.

"Es gab immer Zeiten, in denen gute Spieler die Bundesliga verlassen haben", so der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach gegenüber dem TV-Sender Sport1. Es zeuge vom Verantwortungsbewusstsein der Bundesliga-Klubs, dass Top-Profis wie Havertz und Werner im Ausland landen. "Wir haben in Deutschland gezeigt, dass wir von Corona betroffen sind, aber auch sehr sorgsam mit unseren Finanzen umgehen", so Eberl. 

"Bundesliga bleibt attraktiv"

Im Gegenzug trat derweil Leroy Sane den Weg aus der Premier League zum FC Bayern an, für den Gladbach-Manager eine Beweis zum Gegenteil. "Die Bundesliga bleibt attraktiv", ist Eberl überzeugt. Immerhin stellt der Wettbewerb mit dem FC Bayern den Sieger der Champions League. "Wir haben eine sehr attraktive Bundesligasaison unter extrem schwierigen Bedingungen zu Ende gespielt. Wir waren Vorreiter für alle Ligen in Europa", so der Ex-Profi weiter.

"Gehen nicht nahtlos in die Normalität"

Die Bundesliga habe auch deshalb einen nach wie vor ungemeinen Stellenwert auf dem Kontinent. "Dementsprechend sehe ich diesen Trend erstmal nicht und habe auch keine Sorge, weil immer wieder Topspieler in die Bundesliga kommen werden", so Eberl. Die aktuelle Entwicklung muss ja auch kein Dauerzustand sein. Für den Augenblick aber scheint sie ohne gangbare Alternative. "Wir gehen nicht nahtlos weiter in die Normalität, obwohl Corona war", lobt der 46-Jährige die Seriosität in der Bundesliga.

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Lars Pollmann  
09.09.2020