Karriereende

Tritt Pique wegen seinen Geschäftsbeziehungen zurück?

Pique hört mit dem Profi-Dasein auf. Foto: JOSEP LAGO/AFP via Getty Images
Pique hört mit dem Profi-Dasein auf. Foto: JOSEP LAGO/AFP via Getty Images

Gerard Pique beendet überraschend inmitten der Saison seine Karriere als Profifußballer. Über die genauen Beweggründe wird spekuliert. Die Entscheidung könnte auch mit den Geschäftsbeziehungen des 35-Jährigen zusammenhängen.

Der FC Barcelona tritt am Samstag (21 Uhr) in LaLiga gegen UD Almeria an. Für Gerard Pique wird es das letzte Spiel im Trikot Barcas sein. Es wird sein letztes überhaupt als Fußballprofi werden. Der spanische Welt- und Europameister hängt anschließend seine Fußballschuhe an den Nagel. "Da all die Träume dieses Kindes wahr geworden sind, möchte ich euch mitteilen, dass ich beschlossen habe, dass es jetzt an der Zeit ist, diese Reise zu Ende zu bringen", sagte Pique in einem von ihm am Donnerstag veröffentlichten Video in den sozialen Medien.

Pique nicht nur Profi auf dem Rasen

Der Zeitpunkt kommt überraschend. Die Journalist Natalia Torrente vom spanischen Online-Medium Relevo stellt eine Vermutung auf, warum Pique ausgerechnet jetzt, mitten in der laufenden Saison, seine Karriere beendet. Demnach hat der Innenverteidiger des FC Barcelona seine Entscheidung genau an dem Tag verkündet, als ein neues Sportgesetz in Spanien erlassen wurde. Diese neue Regelung besagt, dass kein aktiver Spieler Geschäftsbeziehungen zu einem Wettbewerb unterhalten darf, an dem er teilnimmt. Es wurde im Kongress genehmigt, lediglich die finale Zustimmung des Senat fehlt, so Torrente.

Interessenskonflikte werden nun vermieden

Bekanntlich ist Pique Geschäftsführer der Agentur Kosmos. Erst im April enthüllte die Tageszeitung El Confidencial, dass der Barca-Profi dafür sorgte, die Supercopa de Espana nach Saudi-Arabien zu bringen. Dafür soll der 35-Jährige mit seinem Unternehmen 24 Millionen Euro kassiert haben. Daneben war und ist der Defensivspieler in mehrere ähnliche Deals verstrickt, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem spanischen Fußball stehen. Zum Beispiel ist er Präsident des FC Andorra, der aktuell in der zweiten Liga spielt und um den Aufstieg in LaLiga kämpft. Pique könnte somit auch zurücktreten, um geschäftliche Interessenskonflikte zu vermeiden.

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Adrian Kuehnel  
04.11.2022