Eintrachts Keeper übt Selbstkritik

Trapps selbstkritische Saisonanalyse: "Weiß, dass ich viel, viel mehr kann!"

Kevin Trapp muss und will sich in der nächsten Saison im Tor der Eintracht steigern. Foto: Getty Images

Die vergangene Saison war nicht die beste von Kevin Trapp. Das musste der Keeper von Eintracht Frankfurt mit etwas Abstand nun mit einer großen Portion Selbstkritik auch selbst einsehen. Seine Ansprüche sind andere.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Den Urlaub hat Frankfurts Kevin Trapp genutzt, um abzuschalten, dem Fußball zu entfliehen und doch hat der 30-jährige Torhüter die Zeit auch genutzt, um die vergangene Saison noch einmal zu reflektieren. "Es war keine einfache Saison, für alle. Auch ich hatte eine schwierige Saison", musste er auf Nachfrage von fussball.news zugeben. Erst die schwere Schulterverletzung nach sechs Spieltagen, dann das schnelle Comeback: "Da hat man von vier, fünf Monaten Ausfallzeit gesprochen. Ich kam nach drei Monaten zurück, stand im Tor, habe Bundesliga gespielt und Gott sei Dank schnell reingefunden." Und dann kam die Coronakrise. "Da konnte man nicht sagen, dass man als Torwart gut in den Rhythmus reinkam."

Trapp: "Anspruch an mich selbst ist sehr, sehr hoch"

Entsprechend ist das ganz persönliche Saisonfazit des Nationalspielers durchwachsen. Auch bei den Wechselgerüchten um Trapp in den letzten Wochen war sich die öffentliche Meinung einig: Es geht besser. Rein sportlich hatte der zweite Mann Frederik Rönnow Trapp in dessen Ausfallzeit bestens vertreten. "Im großen Ganzen war es eine ordentliche Saison, eine 'Okay-Saison'", wie der Schlussmann befand. Für den ehemaligen Pariser aber eindeutig zu wenig. "Jeder weiß, dass der Anspruch an mich selbst sehr, sehr hoch ist. Dass ich eine hohe Erwartung an mich selbst habe. Ich weiß, dass ich viel, viel mehr kann", lautete das ehrliche Geständnis. In der kommenden Saison wird er wohl die Chance haben, sich zu steigern. Bei der Eintracht. Denn den Wechselgerüchten erteilte Trapp eine Absage. Trotz einer durchwachsenen Saison ein wichtiges Zeichen für die Hessen.

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Benjamin Heinrich  
31.07.2020