Nach Heimerfolg

Trapp schießt heftig gegen Medien: "Eine Frechheit!"

Frankfurts Keeper Kevin Trapp zeigte sich nach dem 2:0 gegen den FCA angriffslustig. Foto: Imago

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg ist Eintracht Frankfurt Wiedergutmachung gelungen für die 0:4-Klatsche bei Borussia Mönchengladbach am Wochenende. Keeper Kevin Trapp nutzte den Erfolg für eine Abrechnung mit den Frankfurter Medien.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Abgänge von Sportvorstand Fredi Bobic und Trainer Adi Hütter nach der Saison, eine ordentliche Packung bei Hütters kommendem Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach. Die Ereignisse bei Eintracht Frankfurt überschlugen sich in der vergangenen Woche. Nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg, einem hart erkämpften und glanzlosen Dreier, zeigte sich Kevin Trapp in Angriffslaune gegenüber der Frankfurter Presse: "Wir haben eine Antwort auf das Gladbach-Spiel gezeigt und haben dort schon gesagt, dass unsere Leistung nichts mit dem Trainer zu tun hatte. Der Verein und die Fans sind sowieso alle glücklich. Ich hoffe, dass unsere regionalen Medien dann auch so langsam wieder glücklich sind oder sich für uns freuen. Sich darauf freuen, nächstes Jahr über die Champions League berichten zu können." Dass die Fans in der vergangenen Woche ob der Gesamtlage glücklich gewesen sind, kann zumindest bezweifelt werden.

Trapp fordert: "Jeder soll mit uns mitfiebern"

Der 30-jährige Nationalkeeper legte in der Folge aber weiter nach, redete sich regelrecht in Rage: "Ich fand sehr traurig da nach einer Niederlage alles schlecht zu reden und zu schreiben, dass die Form weg ist und alles am Trainer liegt. Das ist zu einfach. Deshalb hoffe ich, dass sich bald alle, vor allem was die Medienlandschaft angeht, für uns freuen." Die Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach sei laut Trapp natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen, der Gegner sei aber auch stark gewesen. Mit einem Sieg im Rücken befand der Torhüter: "Dann gleich alles schlecht zu reden, ist, würde ich fast schon sagen, eine Frechheit. Weil sich alle über das freuen sollen, was wir dieses Jahr leisten. Wir haben heute einen Punktrekord gebrochen. Da soll jeder mit uns mitfiebern, damit wir das große Ziel erreichen können." 

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Benjamin Heinrich  
20.04.2021