Transfermarkt noch nicht auf Touren

Berater Backs: "Stillstand, wo sonst reges Treiben herrscht"

Mario Götze ist der vielleicht bekannteste Profi auf Vereinssuche. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Mario Götze ist der vielleicht bekannteste Profi auf Vereinssuche. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Die Klubs der Bundesliga können seit Mitte des Monats neue Spieler registrieren. Mit anderen Worten: Das Transferfenster ist geöffnet. Bislang läuft der Markt aber nur schleppend an. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind allgegenwärtig, wie auch Stephan Backs berichtet.

Der Geschäftsführer der Agentur Siebert und Backs hat mit Alexander Nübel seinen prominentesten Klienten vor Ausbruch der Krise vom FC Schalke 04 an den FC Bayern transferiert. Die Beteiligten können sich ob des Zeitpunkt dieses Deals glücklich schätzen. "Dieses Jahr ist alles anders. Jetzt gibt es großen Stillstand, wo sonst reges Treiben herrscht", sagt Backs gegenüber der WAZ. Eine unmittelbare Folge sind teils deutlich größere Kader. Klubs haben bisweilen über 35 Spieler im Aufgebot, der Trainingsauftakt in den kommenden Tagen wird da beinahe zur logistischen Herausforderung.

"Vielleicht kein zweites Angebot"

Die Vereine warten aktuell laut Backs damit ab, sozusagen überschüssige Profis gehen zu lassen, "weil sie Angst haben Spieler unter Wert abzugeben". Grundsätzlich seien "alle vorsichtig geworden". Die Klubs sind grundsätzlich noch in der besseren Verhandlungsposition als Spieler. Er rät deshalb dazu, sich jede Offerte reiflich zu überlegen. "Wer jetzt ein erstes Angebot vorschnell ablehnt, bekommt vielleicht kein zweites mehr", so der Agent. Je näher die Saison rückt, desto mehr werden freilich auch die Klubs ihre Kader verkleinern wollen. Wer eine solche 'Spielerschwemme' aufnehmen soll, ist die große Frage. Backs rechnet damit, dass "Leihgeschäfte später noch Fahrt aufnehmen". 

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Lars Pollmann  
26.07.2020