Große Ambitionen mit Hertha

Tousart vergleicht Hertha: "Vor zehn Jahren war PSG ein mittelmäßiger Klub"

Tousart vergleicht Hertha mit PSG. Foto: PHILIPPE DESMAZES/AFP via Getty Images
Tousart vergleicht Hertha mit PSG. Foto: PHILIPPE DESMAZES/AFP via Getty Images

Olympique Lyon kämpft am heutigen Mittwochabend im Champions-League-Halbfinale um den sensationellen Einzug ins Endspiel. Lucas Tousart hat die Mannschaft bereits Richtung Hertha BSC verlassen. Er traut dem Hauptstadtklub eine gewaltige Entwicklung zu.

Er halte es sogar für vorstellbar, dass sich die Alte Dame in eine ähnliche Richtung entwickelt wie Paris Saint-Germain. "Vor ungefähr zehn Jahren waren sie im Tabellen-Mittelfeld der Ligue 1, ein mittelmäßiger Klub. Die Katarer haben dann sehr viel Geld investiert und herausragende Spieler geholt." PSG steht seit Dienstagabend nur noch einen Schritt vom großen Traum des Triumphs in der Königsklasse entfernt. Derart hochtrabende Ziele formuliert in Berlin niemand. "Aber wenn Hertha weiter wächst und solche Spieler mit großer Klasse verpflichten könnte, könnte Hertha ein Klub wie Paris werden", so Tousart.

Ablöse "schmeichelt mir"

Für den Augenblick ist der Mittelfeldmann die große neue Attraktion, obwohl er auf dem Feld eigentlich eher derjenige ist, der andere glänzen lässt. Entsprechend schwer könnte es gerade anfänglich werden, den hohen Erwartungen, geschürt von einer enormen Ablöse, gerecht zu werden. Den Rucksack bindet sich Tousart aber gerne auf. "Es schmeichelt mir, dass der Klub so viel Geld für mich bezahlt hat. Ich bin froh über diese Investition." 25 Millionen Euro sollen es sein, die Hertha an Lyon überwiesen hat. 

"Bundesliga hat mich sehr angezogen"

"Die Bundesliga hat mich sehr angezogen, dann gab es den Kontakt mit Berlin – und Hertha ist ein Klub mit großen Ambitionen", erklärt Tousart seinen vielerorts verwundert aufgenommenen Schritt ins Tabellenmittelfeld der Bundesliga. Nach der langen Pause infolge des Saison-Abbruchs in Frankreich rechnet er damit, dass er zunächst einen Rückstand aufholen muss. Die alten Kollegen in Lyon zeigen aber aktuell, dass die Pause kein Nachteil gewesen sein muss.

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Lars Pollmann  
19.08.2020