Harter Poker

Spurs-Boss Levy: "Haben dem Wechsel nur widerwillig zugestimmt"

Daniel Levy hat den Transfer von Harry Kane kommentiert. Foto: Getty Images.
Daniel Levy hat den Transfer von Harry Kane kommentiert. Foto: Getty Images.

Tottenham Hotspur hat kurz vor Saisonstart nachgegeben und Harry Kane an den FC Bayern verkauft. Wie schwer den Londonern diese Entscheidung fiel, verdeutlichte Vorstandschef Daniel Levy in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung.

Seit Jahren ist Tottenham Hotspur dafür bekannt, die Top-Spieler des Kaders nur zu hohen Preisen und zu einem späten Zeitpunkt zu verkaufen. Bei Harry Kane fiel den Verantwortlichen das Loslassen allerdings besonders schwer. Der 30-Jährige war das Aushängeschild des Klubs, da er seit der Jugend das Spurs-Trikot trug, in 435 Pflichtspielen 280 Tore erzielte und obendrein zum Kapitän der englischen Nationalmannschaft aufgestiegen ist.

Levy: "Harry war klar, dass er eine neue Herausforderung sucht"

Eine durchgehende Karriere bei seinem Jugendverein wäre ein Märchen für Kane und Tottenham gewesen, doch der Klub kann den Titelhunger des Stürmers nicht stillen. Sein Glück versucht er ab sofort beim FC Bayern, wobei die Champions League im Fokus stehen dürfte, denn Meister wurden die Münchner zuletzt elfmal in Folge und auch der DFB-Pokal gelangt regelmäßig in ihre Hände. Noch am Donnerstag wurde in England berichtet, Kane hege Zweifel an diesem Schritt, was ihm aufgrund der Größe keinesfalls vorzuwerfen wäre. Die Worte, die Daniel Levy gemäß dem kicker in einer Vereinsmitteilung verlauten lässt, klingen jedoch anders: "Wir haben über einen langen Zeitraum versucht, mit Harry und seinen Vertretern über verschiedene Formen der Vertragsverlängerung zu verhandeln, sowohl kurz- als auch langfristig. Harry war jedoch klar, dass er eine neue Herausforderung sucht und in diesem Sommer keinen neuen Vertrag unterschreiben wird."

"Er ist ein sehr geliebtes und geschätztes Mitglied"

Kane sei nicht umzustimmen gewesen, "daher haben wir seinem Wechsel nur widerwillig zugestimmt", sagt Levy. Selbst am Freitag zögerte er Kanes Abflug hinaus und verhandelte laut übereinstimmenden Meldungen erneut mit den Bayern-Bossen, ehe gemäß Sky Sport um 17 Uhr die endgültige Einigung erzielt worden sein soll. So bleibt Levy keine andere Möglichkeit, als Kane angemessen zu würdigen: "Wir haben gesehen, wie ein Talent unserer Akademie zu einem der besten Spieler wurde, der jemals das Trikot der Spurs getragen hat, und wie er zu einem der besten Stürmer des Weltfußballs wurde. Es war eine wirklich bemerkenswerte Reise." Auch besteht die Hoffnung, ihn eines Tages zurück im Verein zu begrüßen: "Es versteht sich von selbst, dass er jederzeit wieder willkommen ist. Er ist ein sehr geliebtes und geschätztes Mitglied der Spurs-Familie und für immer in unserer Geschichte."

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Florian Bajus  
12.08.2023