Schon vier eingesetzt

Torwart-Verletzungen bescheren Gladbach Klubrekord

Sommer ist für die WM wieder fit geworden. Foto: Getty Images
Sommer ist für die WM wieder fit geworden. Foto: Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat auf der Position des Stammtorhüters seit Jahren große Kontinuität zu verzeichnen. Mit zunächst Marc-Andre ter Stegen und anschließend Yann Sommer sind die Fohlen mehr als ein Jahrzehnt herausragend gut besetzt, wenn es um die Nr.1 geht. Dennoch ging es zwischen den Pfosten in der laufenden Saison drunter und drüber.

Grund waren in erster Linie die Ausfälle von Sommer selbst, der zu Saisonbeginn über Oberschenkelprobleme klagte und zuletzt mit einem Bänderriss im Sprunggelenk sogar wochenlang fehlte. Für diese Fälle hat Gladbach mit Tobias Sippel eine erfahrene Ersatzlösung im Kader, Tobias Sippel hatte aber in den vergangenen Monaten selbst einige Verletzungs-Probleme, fehlte unter anderem beim Sieg im DFB-Pokal gegen den Amateurklub SV Oberachern. So kam die damalige Nr.3 Moritz Nicolas zum Einsatz, der inzwischen in die Niederlande verliehen wurde.

Vier Keeper in 17 Pflichtspielen

Als Sippel dann gegen Ende der ersten Saisonphase Sommer vertrat, zog er sich selbst eine Sehnenentzündung zu und musste zweimal zuschauen. Die Spiele beim VfL Bochum und gegen Borussia Dortmund bestritt so Jan Olschowsky, der zu Saisonbeginn kaum für Bundesliga-Partien eingeplant war. Vier Torhüter sind bei Gladbach also in 17 Pflichtspielen schon zum Einsatz gekommen. Wie die Rheinische Post anmerkt, stellt der Klub damit einen internen Rekord auf. Nie zuvor habe es innerhalb einer Halbserie vier verschiedene Hüter des Tors der Borussia gegeben.

Sommer zur WM wieder fit

De facto streckt sich die Hinserie ja sogar noch in den Januar hinein, es ist aber wohl kaum davon auszugehen, dass mit Maximilian Brüll oder Florian Dimmer, die zuletzt als Ersatzleute von Olschowsky auf der Bank saßen, noch ein fünfter Goalie in die Bresche springen muss. Sommer ist rechtzeitig zur WM in Katar wieder fit und wird für die Schweiz im Tor stehen. Anschließend werden sie in Gladbach hoffen, dass im Jahr 2023 wieder die Beständigkeit der letzten Jahre Einzug hält.

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Lars Pollmann  
20.11.2022