Verteidiger in Führungsrolle

Toprak will seine "schlechteste und unglücklichste Saison" abhaken

Toprak hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images
Toprak hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Werder Bremen hat nach dem denkbar knappen Klassenerhalt die Verpflichtung von Ömer Toprak auf dauerhafter Basis vollzogen. Aus der Leihe von Borussia Dortmund wurde dabei automatisch ein fester Deal. Der Verteidiger hat den Grün-Weißen dabei in der Vorsaison noch nicht wie gewünscht helfen können.

"Körperlich war es für mich meine schlechteste und unglücklichste Saison. Da war so viel Pech dabei, das habe ich so auch noch nicht erlebt", zitiert die Deichstube den ehemaligen Nationalspieler der Türkei. Der Verteidiger kam auf gerade einmal zehn Bundesligaspiele, hinzu kamen zwei im DFB-Pokal. Einen Rhythmus konnte er nie aufbauen. Die Hoffnung von Toprak lautet nun, dass es sich um eine Ausnahme-Saison handelte. Eine gewisse Anfälligkeit für Verletzungen lässt sich freilich nicht wegdiskutieren. Mehr als 29 Einsätze in einer Saison hat Toprak in der 1. Bundesliga noch nicht absolviert.

"Fast schon mein Naturell"

Dennoch füllt der 31-Jährige eine Führungsrolle im verjüngten Kader des SV Werder aus. "So habe ich das gelernt, es ist fast schon mein Naturell", verweist Toprak auch auf seine zentrale Position in der Abwehr. Mit seiner Erfahrung auf hohem Niveau, etwa in der Champions League, ist er ein wichtiger Ansprechpartner für die jungen Nebenleute. "Da geht es um die großen Stadien, in denen ich gespielt habe. Aber auch um die Gegenspieler auf diesem Niveau", zitiert der Weser-Kurier Toprak. Die Vorsaison will er nun vergessen machen und geht dabei selbstbewusst ans Werk. "Ich weiß um meine Qualitäten und gehe davon aus, dass ich spiele, wenn ich fit bin."

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Lars Pollmann  
19.08.2020