Bremen 22 Mal infolge Verlierer

Toprak: "Kann sein, dass wir gegen Bayern 5 Minuten den Ball nicht berühren"

Toprak rechnet nicht mit viel Ballbesitz für Werder. Foto: Imago
Toprak rechnet nicht mit viel Ballbesitz für Werder. Foto: Imago

Der letzte Sieg von Werder Bremen gegen den FC Bayern ist so lange her, Claudio Pizarro war noch keine 30 Jahre alt. Trainer der Münchner war Jürgen Klinsmann. Es klingt nicht nur wie graue Vorzeit, es fühlt sich für die Hanseaten auch so an. Nach der Länderspielpause ist es mal wieder so weit, es geht nach München.

Dabei ist es nicht so, als sei nur der letzte Sieg eine gefühlte Ewigkeit her. Auch für die jüngste Punkteteilung muss man ein ganzes Jahrzehnt zurückgehen. Am 11. September 2010 holte Werder ein 0:0. Seither setzt es Pleite nach Pleite, insgesamt schon deren 22 Stück in Serie. Mehr als Zweckoptimismus bietet sich da kaum an, wenn Ömer Toprak und Co. kommende Woche den Weg in die bayerische Landeshauptstadt auf sich nehmen.

"Die Bayern spielen so dominant"

"Die Bayern spielen so dominant, da kann es sein, dass wir wirklich fünf Minuten mal den Ball nicht berühren", zitiert die Bild-Zeitung den routinierten Verteidiger. Fußballerisch wird Bremen dem nicht viel entgegenzusetzen haben, weiß Toprak. "Wir müssen laufen, die Räume eng machen und Zweikämpfe gewinnen. Wir werden leiden", verspricht der Abwehrmann. Einige, gar eine Vielzahl seiner Teamkollegen ging noch zur Schule, als Werder das letzte Mal ohne Niederlage aus dem Spiel gegen Bayern hervorging.

Verteidiger gewann letztes Duell mit Bayern

Toprak selbst hat hingegen sein letztes Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister gewonnen. 2019 verabschiedete er sich mit dem Sieg im DFL-Supercup von Borussia Dortmund in Richtung Weser. "Natürlich versuche ich, mit meiner Erfahrung zu helfen", so der ehemalige türkische Nationalspieler. Dass er nun aber ein besonders gefragter Gesprächspartner sei, glaubt Toprak nicht. Die Serie spiele in den Köpfen keine große Rolle. "Wir haben so viele neue Spieler, die ihr erstes Bundesliga-Jahr spielen", erklärt der 31-Jährige.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
12.11.2020