Nach dem Debakel gegen Bayern

Thon: "Barca erinnert mich an das alte Rom"

Barca blamierte sich gegen Bayern bis ins Mark. Foto: RAFAEL MARCHANTE/POOL/AFP via Getty Images
Barca blamierte sich gegen Bayern bis ins Mark. Foto: RAFAEL MARCHANTE/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Barcelona hat in seiner illustren Geschichte wenig derartig einschneidende Negativerlebnisse gehabt wie das 2:8 gegen den FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale. Trainer Quique Setien muss den Hut nehmen, selbst Lionel Messi soll seine Zukunft anderswo sehen. Olaf Thon lässt kaum ein gutes Haar an den Katalanen.

Für den Ex-Nationalspieler hat das Debakel vom Freitagabend vor allem gezeigt, wie groß der Rückstand des entthronten spanischen Meisters inzwischen ist. "Der Topklub hat den Generationenwechsel verpasst. Messi kann immer noch den Unterschied ausmachen, aber das allein reicht längst nicht mehr", schreibt Thon in einem Beitrag für den kicker. Der gefallene Riese versetzt den früheren Bayern-Profi dabei in den Geschichtsunterricht zurück. "In gewisser Weise erinnert mich der FC Barcelona an das alte Rom."

"Nur noch eine große Marke unter anderen"

"Sie haben vielleicht gedacht, dass ihre enorme Dominanz unerschütterlich ist und immer bestehen bleibt", so Thon. Dabei sei aber die Zeit, in der der besondere Spielstil des FC Barcelona in Europa den Ton angegeben hat, vorbei. "Zumindest international ist Barca nur noch eine große Marke unter anderen", urteilt Thon. Tatsächlich sind die Katalanen seit ihrem letzten Triumph im Jahr 2015 nun viermal im Viertelfinale gescheitert. 2019 war gegen den FC Liverpool im Semifinale Schluss, trotz eines 3:0-Hinspielsiegs.

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Lars Pollmann  
17.08.2020