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"Ordentliche Substanz" im Kader

Thioune will nach "Pflock" Gjasula einen Angreifer und Innenverteidiger

Thioune bleibt auf dem Transfermarkt geduldig. Foto: Pool/Tom Weller/Pool via Getty Images
Thioune bleibt auf dem Transfermarkt geduldig. Foto: Pool/Tom Weller/Pool via Getty Images

Der Hamburger SV hat bisher zwei externe Neuzugänge verpflichtet. Der wichtigste Neue bei den Rothosen ist freilich Daniel Thioune. Im dritten Anlauf in der 2. Bundesliga ist er auch der dritte Hoffnungsträger. Beim Personal hat er klare Vorstellungen.

"Den ersten Pflock haben wir mit der Verpflichtung von Klaus Gjasula eingeschlagen, weil wir ein Regulativ im Mittelfeld brauchten", erklärt er gegenüber der Bild-Zeitung. Dem Team sei dieses ordnende Element in der Vorsaison abgegangen. "Adrian Fein hat dem HSV-Spiel letzte Saison sehr gut getan, aber in der Rückwärtsbewegung fehlte dann jemand, der das Ganze zusammenhalten kann", analysiert Thioune. Auch Amadou Onana, aus der Jugend der TSG Hoffenheim gekommen, sieht er in einer solchen Rolle.

"Jemanden, der weiß, wo der Rahmen steht"

Das heißt aber auch, dass bisher nur eine Baustelle geschlossen wurde. "Wir brauchen noch jemanden, der weiß, wo der Rahmen steht", sagt Thioune über den Fokus auf einem Mittelstürmer. "In der Innenverteidigung suchen wir jemanden, der Verantwortung in der letzten Reihe übernimmt, der den Gegner aufhalten kann." Angesichts der angeschlagenen finanziellen Situation weiß der neue Chefcoach freilich, dass die Verpflichtungen auf sich warten lassen könnten. "Der Anspruch ist, gezielt auf dem Markt zuzugreifen. Die Entscheidungen müssen gut gewählt sein, da bin ich geduldig.

"Kein Problem, wenn Bobby Wood die Netze kaputt schießt"

Die Vorbereitung geht er also vor allem mit dem vorhandenen Personal an. "Wir haben eine ordentliche Substanz, einen Kader, um den uns viele in der 2. Liga beneiden", sagt Thioune. Nahezu alle Profis erhalten dabei auch die Chance, sich zu beweisen. "Ich habe kein Problem damit, wenn Bobby Wood nächste Woche die Netze kaputt schießt", so der Übungsleiter stellvertretend für zuletzt außen vor stehende Spieler. Für ambitionierte Ziele wird es freilich noch Verstärkungen brauchen. "Ich verschließe mich nicht vor dem, was nach oben gehen kann. Nach unten schaue ich ohnehin nicht gerne", sagt Thioune über seine Ambitionen.

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Lars Pollmann  
31.07.2020