Einer schiebt, der andere zieht

Thioune über Hrubesch: "Da haben sich zwei gefunden"

Thioune freut sich auf die Zusammenarbeit mit Hrubesch. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Thioune freut sich auf die Zusammenarbeit mit Hrubesch. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Die zwei wichtigsten Neuzugänge des Hamburger SV sind der eigenen Karriere als Profi längst entwachsen. Daniel Thioune soll als Cheftrainer die Rückkehr in die Bundesliga schaffen, Horst Hrubesch als 'Direktor Entwicklung' den Nachwuchsbereich auf Vordermann bringen. Der neue Übungsleiter ist sehr angetan von der Personalie.

"Er sagte zu mir, dass er mit aller Macht von unten schieben wird. Ich habe ihm gesagt, dass ich mit aller Macht von oben ziehen werde. Da haben sich zwei gefunden", so Thioune gegenüber Sport Bild. Wirtschaftliche Zwänge machen eine enge Zusammenarbeit der Profi- mit der Nachwuchsabteilung beim HSV absolut unumgänglich. Mit Hrubesch hat der Klub dabei einen echten Coup gelandet. Nicht nur, weil das einstige Kopfballungeheuer eine Identifikationsfigur ist.

"Alle für ihn durchs Feuer gegangen"

Der 69-Jährige gilt auch als exzellenter Fachmann in der Ausbildung auf und neben dem Platz. Thioune nennt seinen neuen Mitarbeiter eine "beeindruckende Persönlichkeit". "Er versucht, viele Menschen zu verbinden, sie mitzunehmen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Das hat man während seiner Zeit beim DFB gesehen." Hrubesch trainierte mit großem Erfolg im Juniorenbereich, übernahm zeitweise auch die Frauen-Nationalmannschaft. "Alle sind für ihn durchs Feuer gegangen", sagt Thioune.

"Menschen, die im Aufbruch sind"

In ihrer nahezu zeitgleichen Ankunft beim HSV erkennt der Ex-Profi durchaus ein Muster. "Ich habe mich ja auch für den HSV entschieden, weil ich das Gefühl habe, dass hier viele Menschen sind, die im Aufbruch sind." Hrubesch, dessen Rückkehr zu den Hanseaten über die Jahre immer wieder ein Thema war, habe für sich nun einen geeigneten Zeitpunkt ausgemacht. "Hier ist keiner zufrieden, hier wollen alle etwas entwickeln", formuliert Thioune. "So soll es sein."

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Lars Pollmann  
12.08.2020