HSV-Trainer in unruhigen Corona-Zeiten gelassen

Thioune: "Noch bekommen wir jede Woche elf Mann auf den Platz"

Thioune bewahrt sich seine Lockerheit. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images
Thioune bewahrt sich seine Lockerheit. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images

Die laufende Abstellungsperiode hat im deutschen Profifußball vorab große Sorgenfalten ausgelöst. Dass Spieler während einer Pandemie in aller Herren Länder reisen, ist für ihre Klubs schwer zu schlucken. Den Hamburger SV hat es nun mit Stephan Ambrosius und Manuel Wintzheimer erwischt. Daniel Thioune sieht es noch gelassen.

"Es wird alle treffen. Wir sind ja gut aufgestellt. Noch bekommen wir jede Woche elf Mann auf dem Platz", zitiert das Hamburger Abendblatt den Cheftrainer des HSV. Die Rothosen absolvieren unter der kommenden Woche bereits ein Nachholspiel, nachdem die Partie gegen Erzgebirge Aue vor der Länderspielpause ausgefallen war. Ein solches Schicksal war in der Vorsaison bereits anderen Teams zugefallen, nimmt Thioune es sportlich. "Man muss einfach lernen, damit umzugehen."

"Wird immer mehr werden"

Der Übungsleiter gibt sich keinen Illusionen hin, die zweite Welle der Pandemie könne vor dem Profifußball in Deutschland Halt machen. "Das wird immer mehr werden. Für mich ist das nicht überraschend", so Thioune. Da reicht schon der Blick auf seinen Ex-Klub VfL Osnabrück, bei dem zahlreiche Profis vor einer 14-tägigen Quarantäne zu stehen scheinen. Die Niedersachsen haben deshalb bereits die Verlegung des Spiels vom Wochenende gegen den SV Darmstadt beantragt. Die Tabelle der 2. Bundesliga könnte so immer mehr zum Flickenteppich werden. Dennoch sagt Thioune, der mit dem HSV beide bisherigen Saisonspiele gewinnen konnte: "Wir dürfen uns nicht ausschließlich mit Corona beschäftigen."

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Lars Pollmann  
13.10.2020