Nr.3 könnte noch wechseln

Thioune bei Pollersbeck knallhart: "Keine Entscheidung für zwei, sondern gegen einen"

Pollersbeck ist beim HSV einmal mehr ins dritte Glied versetzt worden. Foto: Focke Strangmann/Pool via Getty Images
Pollersbeck ist beim HSV einmal mehr ins dritte Glied versetzt worden. Foto: Focke Strangmann/Pool via Getty Images

Der Hamburger SV hat einen Härtetest gegen Hertha BSC mit 2:0 für sich entschieden. Julian Pollersbeck kam dabei nicht zum Einsatz. Den Keeper hat Daniel Thioune zur Nr.3 degradiert. Der Cheftrainer erklärt mit aller Härte, warum es für den talentierten Schlussmann einmal mehr nach Abschied aussieht.

"Es war keine Entscheidung für die zwei, sondern gegen einen", zitiert das Hamburger Abendblatt den Übungsleiter. "Die anderen sind einfach einen Schritt weiter als er", so Thioune. Daniel Heuer Fernandes und Tom Mickel teilten sich dann auch die 90 Minuten gegen Hertha, auf einen Stammkeeper hat sich der neue Trainer noch nicht festgelegt. Laut kicker.de ist auch vorstellbar, dass die Rolle auf einen Neuzugang übergeht, der im Gegenzug zum Abschied von Pollersbeck kommen könnte. Der stand schon vor Wochen kurz bevor, letztlich kam es aber mit Union Berlin zu keiner Einigung.

"Gewisse Müdigkeit im Kopf"

"Julian hatte eine ordentliche Vorbereitung, aber ich habe bei ihm eine gewisse Müdigkeit im Kopf festgestellt, er hat ein paar Sorgen mit sich herumgeschleppt", zitiert das Fachmagazin Thioune passend. "Es ist aber wichtig, dass wir alle mit unseren Gedanken im Hier und Jetzt sind." Pollersbeck steht noch bis Ende der neuen Saison unter Vertrag. Es ist beileibe nicht die erste Degradierung des früheren U21-Europameisters beim HSV. Im Saisonendspurt hatte Dieter Hecking den 26-Jährigen ziemlich überraschend wieder ins Tor gestellt, den entscheidenden Kick für den Aufstieg gab die Maßnahme nicht. Eine Wiederholung unter Thioune scheint ausgeschlossen.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
06.09.2020