Aus der Quarantäne in die Startelf?

Thioune: Ambrosius "wird Fußballspielen nicht verlernt haben"

Ambrosius könnte Leistner ersetzen. Foto: Martin Rose/Getty Images
Ambrosius könnte Leistner ersetzen. Foto: Martin Rose/Getty Images

Der Hamburger SV hat sich trotz knapp 40-minütiger Unterzahl am Samstag die weiße Weste in der zweiten Bundesliga bewahrt. Die Elf von Daniel Thioune hat alle drei bisherigen Partien gewonnen. Am Mittwoch steht das Nachholspiel gegen das ebenfalls ungeschlagene Team von Erzgebirge Aue an. Womöglich rückt dabei Stephan Ambrosius aus der Quarantäne in die Startelf.

Der Verteidiger könnte den Platz einnehmen, den Toni Leistner mit der zweiten Sperre seiner noch jungen HSV-Karriere freimacht. Alternativen sind in der Abwehr rar gesät, und Thioune sieht bei Ambrosius keinen großen Substanz-Verlust nach der Rückkehr von einem positiven Corona-Test. "Er war ja nicht über das Maß hinaus krank. Er hatte kein Fieber, keine typischen Symptome", zitiert das Hamburger Abendblatt den Chefcoach. Sein Verteidiger hatte sich bei seiner ersten Reise zur deutschen U21-Nationalmannschaft infiziert, ging daraufhin in Quarantäne.

"Ziemlich viel gezockt"

Weil er keine Symptome aufwies, konnte Ambrosius zumindest Cyber-Training absolvieren. "Wir haben ihn sehr hoch belastet. Und Fußballspielen wird er nicht verlernt haben", so Thioune vielsagend. Der gebürtige Hamburger selbst ist froh, die Episode hinter sich zu lassen. "Ich weiß nicht, wie ich mich angesteckt habe. Aber Gott sei Dank geht es mir besser", sagt Ambrosius. Um seine Familie nicht zu gefährden, hatte er sich in einer anderen Wohnung einquartiert. "Mir war nur ein bisschen langweilig. Ich habe dann ziemlich viel gezockt", gibt der 21-Jährige zu. Eben das darf er voraussichtlich am Mittwochabend wieder mit den Kollegen auf dem realen Rasen.

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Lars Pollmann  
20.10.2020