18-Jähriger könnte die Position erben

Thielmann: "Uth ist ein sehr gutes Vorbild für mich"

Thielmann macht im Sommer weitere Schritte nach vorn. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Thielmann macht im Sommer weitere Schritte nach vorn. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Hinter den Geißböcken liegt eine ereignisreiche Saison. Den Klassenerhalt feierte dabei rund um den 1.FC Köln kaum jemand in gebührender Form, weil dem Team im Endspurt der Saison die Luft auszugehen schien. Zu den unumwunden positiven Erscheinungen gehörte jedoch Jan Thielmann. 

Der 18-Jährige gehörte zu einer ganzen Reihe von Talenten, die beim FC in die erste Mannschaft durchgebrochen sind. In der aktuellen Saisonvorbereitung deutet sich laut Beobachtern eine noch prominentere Rolle für Thielmann an. Er könnte dabei die Position von Mark Uth erben, der nach Leihe zum FC Schalke 04 zurückkehrte. "Mark ist ein sehr gutes Vorbild für mich. Er hat im Training immer hart gearbeitet und vor dem Tor unglaublich kaltschnäuzig agiert", sagt das Top-Talent gegenüber dem Geissblog.Koeln. "Er ist ein gutes Beispiel dafür, was einzelne Spieler ausmachen können."

"Er war unser Taktgeber"

Uth habe dem FC in der Rückrunde zurück in die Spur verholfen, lobt Thielmann. Er blicke zum Ex-Nationalspieler auf "und hoffe, dass ich irgendwann auch mal zu so einem Spieler werde". Ganz ausgeschlossen ist nicht, dass die beiden nochmal Kollegen werden, wenngleich zwischen Schalke und Köln wohl aktuell kein Klima herrscht, das einen Transfer von Uth sonderlich wahrscheinlich macht. "Er war der spielbestimmende Spieler, unser Taktgeber", sagt Thielmann. "So konnte er auch immer wieder zum spielentscheidenden Spieler werden." 

"In der Mitte habe ich mehr Freiheiten"

Nach zwölf Einsätzen in seiner ersten Profisaison, die erst Mitte Dezember begann, schickt sich der Juniorennationalspieler nun selbst an, eine prominentere Rolle einzunehmen. Vom Flügel hat Trainer Markus Gisdol Thielmann im Sommer ins Zentrum gezogen. "In der Mitte habe ich mehr Freiheiten, kann nach links oder rechts passen, in die Tiefe stoßen oder mich fallen lassen. Das liegt mir", sagt der gebürtige Rheinland-Pfälzer. Am heutigen Samstag kann er weiter Argumente sammeln, in einem echten Härtetest geht es gegen den VfL Wolfsburg.

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Lars Pollmann  
29.08.2020