0:2 gegen Union

Terzic: "Es ist brutal enttäuschend"

Edin Terzic war nach der 0:2-Niederlage des BVB gegen Union Berlin enttäuscht. Foto: Getty Images.
Edin Terzic war nach der 0:2-Niederlage des BVB gegen Union Berlin enttäuscht. Foto: Getty Images.

Borussia Dortmund hat den nächsten Rückschlag in der Bundesliga erlitten, gegen Union Berlin (0:2) kassierte Schwarzgelb bereits die vierte Niederlage in dieser Saison. Cheftrainer Edin Terzic ärgerte sich dementsprechend über die Leistung seiner Mannschaft, machte diese aber nicht an der neuen Grundausrichtung fest.

Eine Woche nach dem emotionalen 2:2 gegen den FC Bayern hat Borussia Dortmund einen Dämpfer kassiert. Gegen Union Berlin verloren die Westfalen mit 0:2, ausschlaggebend dafür waren zwei individuelle Fehler: Vor dem 0:1 durch Janik Haberer in der achten Minute rutschte Gregor Kobel bei einem Rückpass aus, vor dem 0:2 durch Haberer in Minute 21 leistete sich Karim Adeyemi einen teuren Ballverlust. Im Anschluss ließ Dortmund Torgefahr vermissen, erst in der Schlussphase wurden die Aktionen gefährlicher - für einen Anschlusstreffer genügte es aber nicht.

Terzic: "Wir wussten, was auf uns zukommt"

"Jeder hat mitbekommen, wie gut Union Berlin in dieser Saison performt. Wir wussten, was auf uns zukommt", sagte ein enttäuschter Edin Terzic nach Spielende bei DAZN. Der BVB-Coach stellte auf eine 3-5-2-Formation um und wechselte zur zweiten Halbzeit auf eine Viererkette, wollte das Ergebnis aber nicht an der Grundausrichtung festmachen: "Beim ersten Tor weiß Gregor, dass es unglücklich war, solche Dinge passieren. Wir wollten das auffangen, aber wenn man das zweite Gegentor sieht… wo wir den Ball verloren haben, wie wir den Ball verloren haben, das wollten wir nicht. Die Tore waren keine taktischen Themen, es waren individuelle Geschichten, die unabhängig von einer Dreier- oder Viererkette waren."

"Im Endeffekt war es zu wenig"

Ein schnelles Anschlusstor wäre wichtig gewesen, um in die Partie zu finden, betonte Terzic, "das haben wir nicht geschafft". "Im Endeffekt," so der 39-Jährige, "war es zu wenig. Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht zurückzukommen, es hat nicht gereicht. Es ist brutal enttäuschend." So hat der BVB sieben Punkte Rückstand auf die Eisernen, die die Tabelle ungeachtet des Duells zwischen dem FC Bayern und dem SC Freiburg anführen werden.

Florian Bajus  
16.10.2022